12 Dinge, die ihr noch nicht über Albert Einstein wusstet

Im Laufe seines Lebens veränderte Albert Einstein das physikalische Weltbild grundlegend. Er wurde etliche Male für seinen Beitrag zur Wissenschaft ausgezeichnet und bekam 1921 den Nobelpreis für Physik.

© Chung Sung-Jun/Getty Images

Albert Einstein als Figur. © Chung Sung-Jun/Getty Images

Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren und gehört zweifelsfrei zu den bedeutendsten Wissenschaftlern des 20. Jahrhunderts. Wir haben ein paar Fakten über Albert Einstein gesammelt, die ihr wahrscheinlich noch nicht kanntet:

Er bekam das Angebot, Staatspräsident Israels zu werden — und lehnte ab.

1952 erhielt er das Angebot, der zweite Staatspräsident des neu gegründeten Staates Israel zu werden. Er lehnte mit folgender Erklärung ab: „Ich bin tief bewegt über das Anerbieten unseres Staates Israel, freilich auch traurig und beschämt darüber, dass es mir unmöglich ist, dies Anerbieten anzunehmen. Mein Leben lang mit objektiven Dingen beschäftigt, habe ich weder die natürlichen Fähigkeiten noch die Erfahrung im richtigen Verhalten zu Menschen in der Ausübung offizieller Funktionen. Deshalb wäre ich für die Erfüllung der hohen Aufgabe auch dann ungeeignet, wenn nicht vorgerücktes Alter meine Kräfte in steigendem Maße beeinträchtigte.“

Er starb, weil er eine lebensrettende Operation ablehnte

Einstein litt über Jahre an einem Aneurysma im Bereich der Aorta. Am 17. April 1955 führte eine Ruptur des Aneurysmas zu inneren Blutungen. Eine Operation lehnte er mit dieser Begründung ab: „Ich will gehen, wann ich will. Es ist geschmacklos, das Leben künstlich zu verlängern. Ich habe meine Aufgabe erfüllt, es ist Zeit zu gehen. Und das will ich auf elegante Art vollbringen.“

Er starb am darauffolgenden Tag.

Sein Gehirn wurde ohne Erlaubnis entnommen

Sieben Stunden nach seinem Tod nahm der Pathologe Dr. Thomas Stoltz Harvey nach der Obduktion das Gehirn von Einstein an sich. Eine Einwilligung der Familie hierzu hatte er zunächst nicht und es war Einsteins Wunsch, mitsamt intaktem Gehirn eingeäschert zu werden.

Entgegen der landläufigen Meinung war er in der Schule in Mathe keine Niete

Im Jahr 1935 veröffentlichte eine Zeitung einen Artikel mit der Überschrift: „Der größte lebende Mathematiker hat in der Mathematik versagt“. Eine Behauptung, die noch heute als Begründung für alles Mögliche herhalten muss.

Einstein bekam den Artikel zu sehen und soll gelacht haben: „Ich habe nie in der Mathematik versagt. Bevor ich 15 wurde, hatte ich die Differential- und Integralrechnung gemeistert.“

Der junge Einstein war sogar meist Klassenbester und hat die Erwartungen seiner Lehrer oft übertroffen.

Er hatte mit seiner ersten Frau eine Tochter, aber es gibt keine Aufzeichnungen darüber, was mit ihr passiert ist

Liersel Einstein war das erste Kind von Albert und seiner ersten Frau Mileva Marić. Die einzigen existierenden Aufzeichnungen über sie sind die Briefe zwischen ihren Eltern.

Sie wurde im Januar 1902 geboren und starb vermutlich im September 1903 an Scharlach. Es wird angenommen, dass sie mit einer geistigen Behinderung auf die Welt kam. Zuletzt erwähnt wird sie in einem Brief von Albert an Mileva, aus dem hervorgeht, dass die Eltern wohl planten, Liersel zur Adoption freizugeben.

Nach seiner ersten Frau heiratete er seine Cousine Elsa

Eine romantische Beziehung zwischen Elsa und Einstein entwickelte sich, als er noch mit Mileva verheiratet war. Erst sieben Jahre später ließ er sich von Mileva scheiden.

Er bekam den Nobelpreis nicht für seine berühmteste Theorie

Nicht für die Arbeit an seiner berühmten Relativitätstheorie bekam er den Nobelpreis, sondern „für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts“.

Das gesamte Preisgeld ging an seine erste Frau als Teil ihrer Scheidungsvereinbarung

Um Mileva zur Scheidung zu bewegen, versprach er unter anderem, dass er ihr, sollte er den Nobelpreis erhalten, das Preisgeld überlassen werde. Sie verwendete das Geld, um eine Liegenschaft in Zürich zu erwerben. Die Behandlung ihres an Schizophrenie erkrankten Sohnes Eduard verschlang zudem einen Großteil der Summe.

Seine Augen befinden sich in einem Safe in New York

Der Pathologe, der das Gehirn entnommen hatte, nahm auch die Augen von Einstein an sich. Diese übergab er Einsteins Augenarzt Henry Adams. Bis heute werden sie in einem Tresorfach in New York aufbewahrt.

Er war die Inspiration für Yoda

Stuart Freeborn gilt als Vater der modernen Maskenbildnerei. Er modellierte das Gesicht von Yoda aus den „Star Wars“-Filmen nach seinem eigenen, fügte aber noch einige Falten hinzu, um Weisheit und Intelligenz zum Ausdruck zu bringen — und ließ sich dabei von Einstein inspirieren.

Eines seiner berühmtesten Zitate wird völlig falsch interpretiert

„Gott würfelt nicht“ gehört zu einem der berühmtesten und etwas kryptischen Zitaten Einsteins. Viele nehmen aufgrund der Worte an, dass er religiös gewesen sei — was aber nicht stimmt.

In einem Brief aus dem Jahr 1954 schrieb er: „Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden.“

In dem vermeintlichen Zitat verwendet Einstein Gott als Metapher dafür, dass die Physik keinen Zufall kennt. In einem Brief aus dem Jahr 1926 heißt es: „Die Quantenmechanik ist sehr achtunggebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, daß das noch nicht der wahre Jakob ist. Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns kaum näher. Jedenfalls bin ich überzeugt, daß der nicht würfelt.“

Seine Hauptleidenschaft galt nicht der Wissenschaft

Trotz aller Talente und Leistungen machte die Musik Einstein am glücklichsten. Er reiste nie ohne seine Geige und sagte einmal: „Ich kann mir mein Leben ohne Musizieren überhaupt nicht denken. Ich erlebe meine Tagträume in Musik. Ich sehe mein Leben in musikalischen Formen.“

Von Charles Clark und Daniel Tost auf Business Insider Deutschland.