15 Dinge, die erfolgreiche Menschen in ihren Zwanzigern NICHT tun

Du willst beruflich durchstarten? Dann gibt es ein paar Dinge, die Du vor deinem 30. Geburtstag beachten solltest.

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Wer wäre nicht gerne so erfolgreich wie Mark Zuckerberg? © MONEY SHARMA/AFP/Getty Images

Um eine ähnlich erfolgreiche Karriere wie Mark Zuckerberg hinzulegen, sollte man aber auf ein paar Dinge achten. Wir haben daher eine Liste zusammengestellt mit 15 Dingen, die erfolgreiche Menschen in ihren Zwanzigern NICHT gemacht haben. Falls auch ihr beruflich ganz groß durchstarten wollt, solltet ihr euch daran ein Beispiel nehmen.

Nur auf Bildung und Talent setzen

Ein hoher IQ, Talent und dazu am besten noch ein Abschluss von Harvard, Yale und Co. garantieren euch Erfolg? Falsch gedacht. Ohne harte Arbeit werden euch diese Dinge nichts nützen.

Gründerin Sylvie di Giusto hat viele Nächte und Wochenenden in ihren Zwanzigern in Büros verbracht und für ihren Erfolg geschuftet. Für ihre Karriere opferte sie nicht nur Zeit, sondern zeigte auch Einsatz und den unbedingten Willen zum Erfolg. „Ich habe gelernt, dass es keine Abkürzungen gibt, wenn es um den Erfolg geht. Erfolg passiert nicht grundlos. Niemals“, sagt di Giusto über diese Zeit.

Die eigene Gesundheit aufs Spiel setzen

Wenn ihr älter werdet, erfahrt ihr schnell, dass ihr nicht mehr wie zu Schulzeiten feiern könnt. „Euer Kater wird mit 28 so schlimm sein, dass ihr keine Lust mehr auf Partys habt,“ schreibt Meggie Sutherland Cutter auf „Quora“.

Je länger ihr aus der Schule raus seid, desto gefährlicher kann sich exzessiver Alkohol- und Zigarettenkonsum auf eure Gesundheit auswirken.

Kommunikations-Professor Michael Weston appelliert an die 20-Jährigen, sich außerdem auch um ihre geistige Gesundheit zu kümmmern. Denn im Alter zwischen 20 und 30 Jahren treten am häufigsten psychische Erkrankungen wie Depressionen auf.

Das ganze Einkommen auf den Kopf hauen

Laut einer amerikanischen Studie besitzen 69 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren keine Ersparnisse für die Rente. Obwohl euer Ruhestand noch in weiter Ferne liegt, solltet ihr euch darum aber bereits jetzt erste Gedanken machen und den ein oder anderen Euro beiseite legen.

Unternehmensgründer Aditya Rathnam sieht das Ganze aber nicht so eng. Mit 20 Jahren solltet ihr noch nicht wahnsinnig viel in eure Rente investieren, meint er. Es kann aber trotzdem von Vorteil sein, sich mit dem Vorsorgeplan des Arbeitgebers auseinanderzusetzen — sofern vorhanden.

Geld mit Glück gleichsetzen

Ein hohes Ansehen im Büro und eine dicke Gehaltserhöhung können euch zwar für eine kurze Zeit zufriedenstellen, sollten aber nicht die Hauptgründe für eine Karriere sein. Es gibt viel mehr als Erfolg, sagt Joe Choi auf „Quora“.

Ihr werdet es euer Leben lang bereuen, nur auf die Gehaltserhöhung hingearbeitet zu haben, anstatt euerer Leidenschaft nachzugehen.

Den Kopf in den Sand stecken

Eine Beziehung zu beenden, den Job zu verlieren oder mit dem eigenen Unternehmen zu scheitern, kann im ersten Moment sehr niederschmetternd sein.

Aber jetzt den Kopf in den Sand zu stecken wäre die falsche Entscheidung. Stattdessen solltet ihr diese Erfahrung als lehrreiche Lektion akzeptieren und daraus neuen Mut schöpfen. Auch die bekannte Mode-Ikone und Vogue-Chefin Anna Wintour musste in ihrer Karriere Rückschläge einstecken. Dennoch bekräftigt sie, wie wichtig es für sie und ihre Karriere war, in den 1970ern gefeuert zu werden.

Auch „Quora“-Nutzerin Carolyn Cho stimmt Anna Wintour zu: „Meinen Job zu verlieren und am nächsten Tag trotzdem wieder aufzustehen, hat mir gezeigt, dass es nicht das Ende der Welt bedeutet“, so Cho. „Verlassen zu werden hat mir den Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Beziehung gezeigt: Ein Gefühl, das ich schon länger mit mir herumtrug, aber nicht eingestehen wollte, bis es dann tatsächlich vorbei war.“

Sich fremd bestimmen lassen

Wenn ihr gerade am Anfang eurer beruflichen Laufbahn steht, ihr aber noch nicht wisst, in welche Richtung es gehen soll, holt euch Hilfe von anderen. Dass heißt aber nicht, dass ihr alles machen müsst, wozu euch andere raten.

Die amerikanische Unternehmerin und „Shark Tank“-Investorin Lori Greiner gibt besonders ihren Gründer-Schützlingen den Rat, sich nicht von der Meinung anderer beeinflussen zu lassen.

„Euer Erfolg wird vor allem davon abhängen, wie ihr euch selbst wahrnehmt, weil euch andere genau so wahrnehmen, wie ihr euch selbst“, sagt Greiner.

Ungeduldig werden

Für den Erfolg ist es nicht ausschlaggebend, ob ihr bis zu eurem 30. Geburtstag verheiratet seid und einen 10-Jahres-Plan geschmiedet habt. Es zählt einzig und allein das „Jetzt“. Also bleibt geduldig.

Gründerin und Firmenchefin Kristina Roth erzählt, dass sie sich in jungen Jahren oft unter Druck gesetzt hat, um ihre Ziele schnellstmöglich zu erreichen. Dies hat sich aber als sehr kontraproduktiv für ihren Erfolg erwiesen. Sie habe in ihren Zwanzigern gelernt, „sich auf die wichtigen und lebensverändernden Entscheidungen zu konzentrieren“, sagt Roth heute.

Es jedem recht machen wollen

Gerade am Anfang der Karriere oder wenn man eine neue Arbeitsstelle antritt, ist man meist besonders darauf bedacht, zu Kollegen und Vorgesetzten zuvorkommend und höflich zu sein. Wenn diese dann aber unfreundlich reagieren, fühlt man sich oft deprimiert. Doch egal, ob ein Kollege euch nun mag oder nicht: Auf euren Erfolg hat das eher nur geringe Auswirkungen.

Laut Carolyn Cho „wird es immer Personen geben, die euch nicht leiden können.“ Sie selbst wünschte sich, sie wäre sich dessen früher bewusst geworden.

Glauben, dass jede Freundschaft ewig hält

„Ihr glaubt, eure Freunde aus der Schulzeit bleiben euch ein Leben lang erhalten? Nur wenige werden bis zum 40. Geburtstag noch zu eurem Freundeskreis gehören; die meisten werden ihr eigenes Ding machen,“ sagt Sutherland Cutter auf „Quora“.

Gerade wenn eure Freunde nicht mehr alle um die Ecke wohnen, zeigt sich schnell, für wen es sich lohnt, Zeit zu opfern, und für wen nicht.

Problemen aus dem Weg gehen

Viel zu reisen und an neuen Orten zu leben kann euch kulturell bereichern und eine lebensverändernde Erfahrung sein — gerade in euren Zwanzigern.

Aber ihr solltet nie glauben, dass ein Umzug euch dabei hilft, Problemen aus dem Weg zu gehen oder auf einmal eine neue Bedeutung oder eine neue Richtung in eurem Leben zu finden, sagt Choi.

Sich isolieren

Nicht nur am Anfang eurer Karriere ist es besonders wichtig, Kontakte mit anderen Personen aus eurer Branche zu knüpfen.

Gerade die Menschen aus eurer Umgebung können entscheidend für euren Erfolg oder Misserfolg sein, sagt Jon Levy, Gründer von Influencer Networks. „Personen aus eurem Umfeld beeinflussen, wie oft ihr Sport macht, wie ihr euch kleidet, wie viel ihr verdient und welche Werte euch wichtig sind. Wenn ihr also in einer Welt voller Glückseligkeit und Erfolg leben möchtet, dann müsst ihr Beziehungen zu positiven Menschen pflegen und euch von negativen trennen.“

Denken, die Welt sei schwarz-weiß

Autor und Investor James Altucher vertritt die Auffassung, dass sich Menschen in ihren Zwanzigern oft in starren Denkmustern verfangen.

Manche Menschen haben das Gefühl, sie müssten zwischen einem Beruf wählen, der sie selbst voranbringt, oder einem Beruf, der anderen hilft. Dabei ist ein gesunder Egoismus nichts Schlechtes und heißt nicht automatisch, dass ihr der Welt nichts zurückgeben könnt.

Auf den Seelenverwandten warten

Viele Menschen in ihren Zwanzigern entscheiden sich dazu, Single zu bleiben und diesen Teil ihres Lebens ohne einen festen Partner zu verbringen. Andere hingegen suchen nach dem Partner fürs Lebens und glauben, dass dieser irgendwann plötzlich vor ihnen steht.

Doch Seelenverwandte tauchen nicht einfach aus dem Nichts auf. Im wirklichen Leben erfordern langfristige Beziehungen Zeit, Arbeit und Hingabe. „Ihr müsst dafür ständig Opfer bringen, die Fehler anderer akzeptieren oder auch selbst für eure Verhalten rechtferigen. Aber wisst ihr was — genau das sind die Dinge, die in einer Beziehung auch Spaß machen“, sagt Mitesh Jain auf „Quora“.

Alles im Voraus planen

„Man kann nur schwer vorhersagen, wohin euch euer Leben führen wird,“ sagt Choi auf „Quora“.

Also vermeidet es, euch ständig wegen Mehr-Jahres-Plänen verrückt zu machen, und konzentriert euch stattdessen auf zeitnahe Ziele.

Sich mit Problemen alleine fühlen

Wenn ihr noch auf der Suche nach dem richtigen Weg oder nach euch selbst seid, kommt es euch oftmals so vor, als ob euch eure Freunde einen Schritt voraus wären, sagt Sarthak Pranit auf „Quora“.

Aber — unabhängig von eurem Einkommen, eurem Job oder eurer Lebenssituation: Ihr seid nicht allein. Jeder Mensch in seinen Zwanzigern kämpft mit bestimmten Problemen, die er für sich auf die richtige Weise lösen muss — und das gilt auch für den Rest des Lebens

 

Von Richard Feloni, Jessie Hauser und Carolin Ludwig auf Business Insider Deutschland.