7 Gründe, warum Backpacker*innen nerven

Ob Kroatien, Patagonien oder Bangkok – Mit dem Rucksack zu reisen ist flexibel, günstig und spannend. Doch Backpacker*innen können auch unheimlich anstrengend sein. Sieben Momentaufnahmen.

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Flugs den Backpack gegen den Daypack getauscht. © christian buehner / photocase.de

1. Sie stellen immer die gleichen Fragen

Die Gemeinsamkeit, im gleichen Hostel zu übernachten reicht aus, um ins Gespräch zu kommen. Und das fängt eigentlich immer gleich an: “Wie heißt du? Woher kommst du? Was machst du? Wohin reist du noch?” Give me a Tonbandgerät.

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2. Für sie ist Backpacken die einzig wahre Art zu reisen

„Weil man da ganz andere Erfahrungen macht als Pauschaltourist*innen“, sagen viele. Aber muss man, um die „Locals“ in Sarajevo kennenzulernen oder sich in den engen Gassen Neapels zu verlaufen, wirklich ’nen Rucksack auf dem Rücken tragen?

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3. Irgendwann spielt immer jemand „Wonderwall“

Gemütliches Zusammensitzen auf der Dachterrasse oder im Hostel-Gemeinschaftsraum: Es wird Bier getrunken, geraucht und über Gott und die Welt philosophiert. Dann kommt ein Mittzwanziger mit längeren Haaren und Gitarre. Das fünfte Lied auf seiner Tracklist ist “Wonderwall” von Oasis.

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4. Geiz ist geil

Egal ob es ein Bett in der Hütte in Chiang Mai, die Tuk-Tuk-Fahrt zum Tempel oder die Gemüsepfanne auf dem Markt ist – Rucksackreisende versuchen zu handeln; ungeachtet der Lebenssituation der „Locals“, mit denen sie sich laut ihren Erzählungen gerne beschäftigen und unterhalten.

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5. Natürlich haben sie einen Blog

Und einen Instagram-Account und Snapchat und Facebook, die täglich mit beeindruckenden Reiseerlebnissen gefüttert werden. Manchmal passiert das mit einer so großen Leidenschaft, dass die Stadtführung oder der Museumsbesuch eher Fotoshooting als Ortserlebnis ist.

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 6. Das Hostel wird ihr Zuhause. Mit allem, was dazu gehört

Triefend nasse Leggings auf der Leiter zum Hochbett, der Inhalt des Rucksacks liegt ausgebreitet auf dem Boden – Backpacker*innen haben oft Monate lang kein richtiges Zuhause und machen darum das Mehrbett-Zimmer zu ihrer Übergangsheimat. Dass dabei Dinge wie Sex oder das Packen des Rucksacks um 4 Uhr morgens ihre Mitbewohner*innen stören könnte, kommt ihnen scheinbar nicht in den Sinn.

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7. Sie sehen sich als kulturelle Botschafter*innen

„Menschen in Korea essen krasse Sachen.“ „Naja, Frauen in Marokko können ja nichts dafür, dass sie so wenig von der Welt kennen.“ Backpacker*innen bringen ihre Geschichten über Kultur und Menschen in bereisten Ländern mit nach Hause und erzählen sie anderen Reisenden, die sie „on the road“ treffen. Leider ist vieles davon mehr Klischee und Hörensagen als tatsächliche Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur des Landes.

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