7 Tipps, die du aus „Tschick“ für deinen nächsten Roadtrip mitnehmen kannst

Kultregisseur Fatih Akin hat den Bestseller-Roman „Tschick“ verfilmt. Von der Roadtrip-Geschichte können wir uns ein paar wichtige Tipps für unseren eigenen Alltagsausbruch abgucken.

Screenshot: Studiocanal/Youtube

Wer sich zu gut auf einen Roadtrip vorbereitet, macht einen großen Fehler. Screenshot: Studiocanal/Youtube

Maik ist 14, schüchtern und allein. Das ändert sich, als Tschick neu in seine Klasse kommt. Zu Beginn der Sommerferien steht Tschick plötzlich mit einem geklauten Lada vor Maiks Tür und überzeugt ihn mit simpler Logik vom gemeinsamen Ausbruch: „Wir haben doch nichts zu tun. Machen wir einfach Urlaub wie normale Leute.“ Sie cruisen durch Brandenburg, treffen verrückte Leute, werden Freunde – und schließlich lernt Maik, mit sich selbst klarzukommen. Coming-of-Age at its best.

Mehr als zwei Millionen Mal hat sich Wolfgang Herrndorfs Jugendroman „Tschick“ verkauft. Klar, dass die Filmbranche scharf darauf war, die Rechte an dem Stoff zu ergattern. Nach Herrndorfs Tod und langem Hin und Her hat Fatih Akin („Soul Kitchen“, „Gegen die Wand“) die Regie der Literaturverfilmung übernommen. Am 15. September können wir seine Version von „Tschick“ im Kino sehen.

Die Geschichte wartet nicht nur mit weisen Sätzen über das Leben und Erwachsenwerden auf. Aus Buch und Film lassen sich auch ein paar wichtige Tipps für einen guten Roadtrip rauslesen.

1. Nimm nichts zu Essen mit

Die Jungs laden Schlafsäcke, Isomatten und Musik in ihr schrottiges Auto, aber über die Verpflegung haben sie sich nicht sonderlich viele Gedanken gemacht: Tschick hat Konserven dabei, aber keinen Öffner. Mit Maiks Tiefkühlpizza lässt sich auch nicht mehr anstellen. Doch der Hunger hat ein Gutes: Er treibt die Ausbrecher unter anderem in die Arme einer spannenden Öko-Familie auf dem Land, die die Jungs „superbonfortionös“ verköstigt, wie Tschick urteilt. Unnützes Wissen und neuartige Weltsichten gibt’s obendrauf.

2. Fahr nach Norden

Maik und Tschick heizen in ihrem blauen Lada von Berlin aus durch Brandenburg Richtung Walachei. Regisseur Fatih Akin findet: Norddeutschland ist die bessere Roadtrip-Gegend. Er empfiehlt, sich von Hamburg nach Schleswig-Holstein vorzutasten. Da gäbe es zwar wie in Brandenburg viele Rechte. Aber auch mehr Meer.

 3. Oder hab noch besser gar keinen Plan, wo du hinfährst

„Landkarten sind für Muschis“, stellt Tschick fest und versucht, sich am Stand der Sonne und seiner Armbanduhr zu orientieren. Das geht natürlich schief – und das ist auch besser so: Richtige Abenteuer verlaufen nicht nach Plan.

4. Nimm niemanden mit, den du sympathisch findest

„Ich konnte Tschick von Anfang an nicht leiden, keiner konnte ihn leiden. Tschick war ein Asi und genauso sah er auch aus“: Zu Beginn der Geschichte hält Maik nicht viel von Tschick. Und auch von Isa, der sie auf einer Müllkippe begegnen, sind die Jungs anfangs nicht sonderlich angetan. Ihre Gegensätze schweißen das Trio aber erst zusammen.

5. Lass dein Handy zuhause

Damit sie nicht geortet werden können, schmeißt Tschick Maiks Handy aus dem fahrenden Auto. Die Geste ist eindeutig übertrieben – aber auch Fatih Akin findet: Das Handy gehört aus. Vor allem, wenn man nicht gefunden werden will.

6. Bau keinen Scheiß, wenn du über 14 bist

Auto knacken, Sprit aus Trucks abzapfen, dem Dorf-Sheriff das Fahrrad klauen: Zu Beginn des Romans behauptet Tschick, solange sie 14 seien, würden sie keine Probleme mit dem Gesetz bekommen. Am Ende lernt Maik: Stimmt nicht. Seit dem 1. Oktober 1953 gilt die Strafmündigkeit ab 14 Jahren.

7. Glaub immer an das Gute

Planlos auf Reisen zu gehen, wirkt gerade heute beängstigend. Trifft man in deutschen Käffern auf prügelgeile Rechten? Wird man bei der Mexiko-Tour ausgeraubt? Am Ende von „Tschick“ grübelt Maik darüber, dass sein Vater ihm zwar immer eingebleut habe, die Welt sei schlecht. „Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war.“ Denn das eine Prozent ist wohl doch ein bisschen größer. „Auf so was sollte man in der Schule vielleicht auch mal hinweisen, damit man nicht völlig davon überrascht wird.“