Abgedrehte Kostüme, heiße Tänze: Wir haben uns einen Voguing-Ball angesehen

Abgefahrene Kostüme und selbstbewusste Performances zwischen Tanz und Modeln: Das ist Voguing. Wir waren bei einem Kiki-Ball in Berlin dabei.

Die Luft ist stickig und die Musik laut, um einen schwarz-weiß gekachelten Dancefloor steht eine bunt gekleidete Zuschauermenge und feuert die Tanzenden an: Wir befinden uns auf einem Ball von Voguer*Innen.

Mehrmals im Monat treffen sich Voguer*innen aus ganz Deutschland, um bei den Events aufzutreten – im Wettkampf gegeneinander. Sie organisieren sich dabei in so genannten Houses, kleinen Gemeinschaften von Voguer*innen, die miteinander üben und sich austauschen.

Ihre Ursprünge hat die Voguing-Bewegung in der New Yorker Schwulenszene der 80er Jahre. Hier schufen sich vor allem Schwarze- und Latino-LGBTQ-Menschen durch das Voguing einen eigenen Schutzraum, in dem sie ungestört ihre Identität finden konnten.

Auch in deutschen Voguing-Gemeinschaften kommen viele Menschen mit LGBTQ-Hintergrund zusammen, die Voguing-Communitys und Bälle sind aber für jeden offen. Wir haben einen Abend lang Georgina Philp mit der Kamera begleitet, sie ist die Gründerin des ersten deutschen Voguing-Houses.