Sponsored Post Was ist das?

#machwasduwillst: Zum Beispiel dich in zwei Typen gleichzeitig verlieben

Stell dir vor, du sollst einen Typen heiraten, den du noch nie gesehen hast. Du lehnst ab und läufst weg. Und dann stell dir vor, du triffst in irgendeiner Bar auf zwei Männer, fühlst dich zu ihnen hingezogen – und hast keine Ahnung, dass einer davon genau dieser Typ ist.

©Pexels

Lia geht es in Der Kuss der Lüge genau so. Sie soll mit dem Prinzen aus dem Nachbarland verheiratet werden, taucht mit ihrer besten Freundin ab und heuert in einer Taverne an. Dort begegnet sie zwei männlichen Gästen – einer will sie umbringen, der andere ist der Prinz. Beide tarnen ihre wahre Herkunft und zu beiden fühlt sie sich hingezogen. Wer ist wer? Eine Verwechslunggeschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und spannend bis zur letzten Seite.

Das richtige Buch für alle, die ihrem Herzen folgen und tun, was sie wollen! Übrigens:

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Leseprobe

Die Tür zum Gasthof schwang auf, und genauso vorfreudig wie Paulines hefteten sich meine Augen auf diejenigen, die im Begriff waren, sie zu durchschreiten. Ich ließ die Schultern hängen, zeitgleich mit Pauline. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder den Gästen zu, die sie bediente. Ich entnahm ihrer Reaktion, dass es nur ein paar weitere Fremde waren und keiner davon ihr Mikael, aber als ich sie näher betrachtete, wurde meine Aufmerksamkeit erneut geweckt. Ich sah zu, wie die Neuankömmlinge eintraten und den überfüllten Raum absuchten. Sie ließen den Blick über die Gäste und in alle Winkel schweifen. Ein einziger kleiner Tisch war noch zu haben, und er stand nur ein paar Schritte von ihnen entfernt. Wenn sie nach einer Sitzmöglichkeit suchten, wusste ich nicht, wie ihnen das entgehen konnte. Verstohlen näherte ich mich dem Schatten der Nische, um sie zu beobachten. Ihre Blicke hefteten sich plötzlich auf Paulines Rücken, die mit einigen älteren Herrschaften in der Ecke plauderte.

»Na, das ist mal ein interessantes Paar«, sagte Gwyneth, die an meine Seite gehuscht war. Ich konnte nicht leugnen, dass sie meine Aufmerksamkeit fesselten. Etwas an der Art … »Links ein Fischer«, verkündete sie. »Starke Schultern. Dunkles, sonnengebleichtes Haar, das dringend einen Kamm nötig hätte. Schnittwunden an den Händen. Ein bisschen düster. Wahrscheinlich gibt er nicht viel Trinkgeld. Der Blonde rechts handelt wohl mit irgendwas. Vielleicht mit Pelzen. Stolziert ein wenig beim Gehen. Das machen sie immer. Und schau dir seine Hände an, sie haben noch nie ein Fischernetz oder einen Pflug gesehen, nur einen flinken Pfeil. Wahrscheinlich gibt er mehr Trinkgeld, weil er nicht so oft in die Stadt kommt. Das ist die Gelegenheit, sein Geld unter die Leute zu bringen. «Ich hätte über Gwyneths Zusammenfassung gelacht, aber die Neuankömmlinge hatten meine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Sie hoben sich von den üblichen Gästen ab, die durch Berdis Tür kamen, sowohl durch ihre Statur als auch durch ihr Benehmen. Sie wirkten nicht wie Fischer oder Händler auf mich. Mein Bauch sagte mir, dass sie hier etwas anderes zu erledigen hatten, obwohl Gwyneth in diesen Dingen viel mehr Erfahrung hatte als ich. Derjenige, in dem sie wegen der zerkratzten Hände und der hellen Strähnen in seinem dunklen Haar einen Fischer vermutete, hatte etwas Berechnendes an sich, das ich so noch nie an den Fischern im Städtchen gesehen hatte. Seine Haltung strahlte auch eine ungewöhnliche Unerschrockenheit aus, als ob er von jedem Schritt, den er tat, überzeugt wäre. Und was seine Hände anging … Man konnte sich auf unzählige Arten Schrammen holen, nicht nur von Haken und Kiemen. Ich hatte mir einige auf dem Ritt hierher zugezogen, als ich hastig ins Gestrüpp gefasst hatte. Sicher, sein Haar war lang und struppig, es fiel ihm sogar bis auf die Schultern, aber er mochte eine unbequeme Reise hinter sich und nichts zum Zusammenbinden bei sich gehabt haben. Der blonde Bursche war von ähnlichem Körperbau, vielleicht einige Zentimeter kleiner und ein bisschen breiter in den Schultern; sein Haar reichte ihm gerade bis zum Kragen.

Er hatte meiner Einschätzung nach ein ebenso nüchternes Gesicht wie sein Freund, mit einem Hang zum Grübeln, der seine ganze Erscheinung umwölkte. Er hatte viel mehr im Sinn als kühlen Most. Vielleicht war es nur Erschöpfung nach einer langen Reise, vielleicht aber auch etwas Bedeutsameres. Womöglich hatte er keine Arbeit und hoffte, in diesem Städtchen welche zu finden? Möglicherweise war das der Grund, warum die beiden sich so viel Zeit damit ließen, sich zu setzen. Oder keiner von ihnen hatte Geld. Meine Fantasie war schon so lebhaft wie die von Gwyneth. Ich sah, wie der Dunkelhaarige etwas zu dem anderen sagte, wobei er auf den leeren Tisch zeigte; sie setzten sich, wechselten aber nur noch wenige Worte. Sie schienen sich mehr für ihre Umgebung als für einander zu interessieren.

Gwyneth stupste mich mit dem Ellbogen an. »Wenn du die zwei noch länger anstarrst, fallen dir die Augen aus dem Kopf.« Sie seufzte. »Ein paar Jahre zu jung für mich, du dagegen…« Ich rollte die Augen. »Bitte …« »Sieh dich an. Du hast Schaum vor dem Maul wie ein Pferd am Ende des Rennens. Weißt du, es ist kein Verbrechen, wenn einem jemand auffällt. Sie werden beide einen dunklen Most bestellen … und später noch einen zweiten. Vertrau mir.« Sie streckte die Hände aus und ergriff die Ersatzkrüge, die ich gezapft hatte. »Ich serviere die hier, und du kümmerst dich um die beiden da.« »Gwyneth! Warte!« Aber ich wusste, dass sie es nicht tun würde. In Wahrheit war ich froh über diesen Schubs. Nicht, dass sie mich auch nur im Geringsten zum »Schäumen« gebracht hätten. Sie machten beide einen ramponierten und staubigen Eindruck. Ich war neugierig, das war alles. Warum sollte ich mich nicht auf Gwyneths kleines Spiel einlassen und herausfinden, ob ich einen Fischer und einen Pelzhändler bediente?

Ich nahm zwei weitere Krüge vom Regal – die letzten, die noch sauber waren – und hoffte, dass Enzo mit dem Geschirr Fortschritte machte. Ich zog am Hahn und ließ den dunkelgoldenen Most bis zum Rand in die Krüge strömen; dabei bemerkte ich sehr wohl das kleine Flattern in meiner Magengrube. Ich packte die Krüge mit einer Hand bei den Henkeln und ging um den Tresen herum, wobei mein Blick auf Pauline fiel. Der besudelte Hornochse, der mich angefasst hatte, hielt ihr Handgelenk fest. Ich beobachtete, wie sie mit einem gequälten Lächeln auf dem Gesicht versuchte, höflich zu bleiben und ihn gleichzeitig abzuschütteln. Der Soldat gluckste und genoss es, sie sich so winden zu sehen. Hitze stieg mir ins Gesicht, und fast sofort war ich an ihrer Seite und starrte der lüsternen Schlange in die Augen. »Ich habe dich bereits freundlich verwarnt, Bursche. Das nächste Mal vergeude ich kein Bier mehr und ziehe dir gleich zwei Krüge über deinen Dickschädel. Und jetzt lass das, benimm dich wie ein ehrenhaftes Mitglied der königlichen Garde und nimm sofort deine Hand da weg.« Diesmal klatschten sich die anderen nicht mehr auf die Schenkel, diesmal dröhnte kein Gelächter mehr durch die Runde.

Der ganze Raum war verstummt. Der Soldat warf mir einen finsteren Blick zu, wütend darüber, dass ich ihn öffentlich bloßgestellt hatte. Er lockerte langsam seinen Griff um Paulines Handgelenk, und sie eilte zurück in die Küche; aber ich hielt seinem Blick stand. Seine Nüstern blähten sich, und ich konnte mir gut vorstellen, dass er sich fragte, ob er mich wohl in einem Raum voller Menschen mit bloßen Händen erwürgen könnte. Mein Herz hämmerte wie wild, aber ich zwang ein verächtliches Lächeln auf meine Lippen. »Weitermachen«, rief ich in den Raum und wandte mich rasch ab, um einen weiteren Wortwechsel mit ihm zu vermeiden. Nach ein paar gestolperten Schritten stieß ich versehentlich an den Tisch der Neuankömmlinge. Ihr starrer Blick traf mich noch unvorbereiteter, und ich hielt den Atem an.

Die Intensität, die ich aus der Entfernung wahrgenommen hatte, war aus der Nähe noch offenkundiger. Einen Moment lang war ich wie gelähmt. Der eisblaue Blick des Fischers durchdrang mich, und die wilden braunen Augen des Händlers waren mehr als beunruhigend. Ich war mir nicht sicher, ob sie wütend oder verwundert waren. Ich versuchte, meinen peinlichen Auftritt zu überspielen und wieder Herrin meiner Sinne zu werden. »Ihr seid neu hier. Willkommen. Ich muss euch warnen: Hier in der Schenke geht es nicht immer so lebendig zu, aber für das Schauspiel heute Abend nehmen wir trotzdem keinen Eintritt. Ich hoffe, dunkler Most ist nach eurem Geschmack. Ich dachte, das könnte euch gefallen.«

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