Sponsored Post Was ist das?

Diese Frauen sind die Marie Curies unserer Zeit

Frauen in der Wissenschaft haben auch über 100 Jahre nach Marie Curie noch nicht den gleichen Stellenwert wie ihre männlichen Kollegen. Völlig zu unrecht, wie diese Wissenschaftlerinnen beweisen. 

1903 gewann Marie Curie als erste Frau den Nobelpreis für Physik, acht Jahre später den für Chemie. Damit ist sie die erste Frau, die jemals mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Was zu Beginn des 20. Jahrhunderts wahnsinnig fortschrittlich erschien, ist heute, über hundert Jahre später, noch immer Ausnahme statt Regel. Bis heute ist Marie Curie die einzige zweifache Nobelpreisträgerin, nach ihr erhielt nur eine weitere Frau den Physiknobelpreis. Von insgesamt 590 Preisträgern in naturwissenschaftlichen Fächern, also Medizin, Physik und Chemie, sind 15 Frauen.

Marie Curies Forschung ist legendär und machte auch sie selbst zur Legende. Doch welche Frauen leisten heute wichtige Beiträge in der Wissenschaft? Hier kommen vielversprechende Anwärterinnen, um Marie Curies Erbe anzutreten.

Sereina Riniker

© ETHZ

Mit gerade mal 29 Jahren wurde Sereina Riniker Assistenzprofessorin an der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich. Damit ist sie die jüngste Professorin der Schweizer Universität, die zu den zehn besten Hochschulen der Welt zählt. Bisher ist die Dynamik von Enzymen noch nicht vorhersagbar, etwas, das sie durch ihre Forschung im Bereich der Computergestützten Chemie ändern möchte. Wofür man das braucht? Zum Beispiel um neue medizinische Wirkstoffe zu entwickeln.

Ada E. Yonath

© HECTOR GUERRERO/AFP/Getty Images

Ada Yonath erhielt 2009 den Nobelpreis für Chemie, und unterbrach damit eine 45 Jahre andauernde Reihe, in der nur Männer die Preise erhielten. Sie schaffte es, durch Röntgenstrahlung – alle vier Frauen, die einen Chemie-Nobelpreis erhielten, arbeiteten auf die eine oder andere Weise mit Röntgenstrahlung – die Struktur von Ribosomen, grob gesagt den Proteinherstellern eines jeden Lebewesens, zu entschlüsseln. Etwas, das alle für unmöglich hielten. Damit ist es möglich, die Wirkungsweise von Antibiotika zu erklären. Wie jetzt? Tatsächlich wissen wir, dass Antibiotika wirken, aber nicht immer wieso – bis Ada Yonath kam.

Elizabeth Beattie

© Lisa Lake/Getty Images

Mit 24 wurde Elizabeth Beattie für ihre Entwicklung einer Arm-Prothese vom Forbes Magazine unter die Top 30 unter 30 der Wissenschaft gewählt. Die Apparatur verleiht der*dem Träger*in zusätzliche 20 Kilogramm Zug-, Schlag- oder Wurfkraft. Fitnessstudio adé, vor allem aber ein Fortschritt für Menschen mit Muskelerkrankungen. Statt sich auf ihrem Erfolg auszuruhen, ist Elizabeth Beattie jetzt damit beschäftigt, winzige Roboter zu entwickeln, die von Mikroorganismen wie E. Coli angetrieben werden, und in unseren Körpern Krankheiten aufspüren oder Medikamente zielgenau platzieren können.

Ingeborg Hochmair-Desoyer

© Brian Ach/Getty Images for The Lasker Foundation

Das Cochlea-Implantat lässt taube Menschen wieder hören. Während die ersten Entwürfe des Implantats nur Geräusche übertragen konnten, entwickelte Ingebor Hochmair-Desoyer gemeinsam mit ihrem Ehemann die heutige Version. Ihrem mikroelektronische Mehrkanal-Cochleaimplantat ist es zu verdanken, dass Taube nicht nur Geräusche wahrnehmen, sondern alles hören, also auch Sprache – so wie jeder andere auch. Für ihre Arbeit wurde sie von der Lasker Foundation geehrt, eine Stiftung, die sich der Förderung biomedizinischer Forschung und der Verlängerung des menschlichen Lebens verschrieben hat.

Lena Schell-Majoor

© Fraunhofer

Geräusche bestimmen auch Lena Schell-Majoors Alltag: Die Geräusche, die Produkte machen, geben uns, teilweise unterbewusst, Aufschluss darüber, wie funktionstüchtig das Gerät ist und ob wir es besitzen möchten. Während wir bei einem Föhn oder einem Staubsauger mit einem lauten Geräusch Leistungsstärke verbinden, lässt uns ein laut brummender Kühlschrank eher einen Defekt vermuten. Wonach wir die Geräusche bewerten ist Teil von Lena Schell-Majoors Forschung: Sie arbeitet an der Entwicklung eines Modells, das zuverlässig vorhersagen soll, wie Geräusche von echten Probanden eingeschätzt werden und so den Entwicklungsprozess neuer Produkte beschleunigen soll. Dafür wird sie von der For Women in Science-Initiative gefördert.

Davina Durgana

© Davina Durgana

Mit Mathe gegen Sklaverei? Für Davina Durgana ist das ganz logisch. Sie ist Mathematikerin und hat im Zuge ihrer Doktorarbeit einen Weg gefunden, wie Menschenhandel mathematisch berechnet werden kann. Durch ihre Statistiken ist es möglich, Menschenhandel weltweit zu verfolgen und einzudämmen. Mathematiker*innen und NGOs sind gleichermaßen begeistert von ihrer Arbeit, für die sie ebenfalls einen Platz der Top 30 unter 30 im Forbes Magazine belegte.

Michelle Simmons

Michelle Simmons forscht im Bereich der Quantenphysik, die neben der Relativitätstheorie Grundbestandteil der modernen Physik ist, und leistet vor allem in der Quantenrechnung Pionierarbeit. Sie entwickelte den ersten atomaren Transistor, der es ermöglicht einzelne Atome oder Moleküle kontrolliert umzupositionieren. Bitte was? Das zu erklären würde an dieser Stelle zu weit reichen, aber sicher sei: Ihre Arbeit ist bahnbrechend. Sie forscht übrigens im australischen Centre of Excellence for Quantum Computer Technology, dessen Direktorin sie nebenbei auch noch ist.

Angelika Mettke

© Weisflog/DBU

Ob Plattenbauten je Charme hatten, ist ungeklärt, sicher ist aber, dass viele der Betonriesen  abgerissen oder umfassend saniert wurden, wobei viel Bauschutt entsteht. Das rief Angelika Mettke auf den Plan: Die Bauingenieurin und Professorin entwickelte ein Verfahren, wie man Beton recyceln kann und sich somit einerseits eine Menge Müll spart, aber auch keine neuen Ressourcen aufwenden muss. Der Erfolg reicht so weit, dass jeder Berliner Neubau inzwischen ihren recycelten Beton enthält!

Sabrina Pasterski

© Rich Polk/Getty Images for Young Women’s Honors

Zunächst blieb Sabrina Pasterskis Talent unerkannt: Als sie sich für ein Studium am MIT bewarb, landete sie auf der Warteliste – bis das Komitee das Video sah, in dem Sabrina Pasterski ein Ein-Mann-Flugzeug vorstellt, dass sie mit nur 14 Jahren gebaut hat. Danach wurde sie selbstverständlich angenommen und schloss mit gerade mal 21 Jahren ihr Studium mit der bestmöglichen Note ab. Direkt danach folgte die Promotion in Harvard. Medien bezeichnen sie als den nächsten Steven Hawking, erwarten von ihr ähnlich bahnbrechende Entdeckungen wie von Albert Einstein. Wir sind gespannt!

 

All diese Frauen leisten Pionierinnenarbeit in ihrem Fachbereich und beweisen, dass Geschlechterklischees in der Wissenschaft nichts verloren haben. Die Fraunhofer-Gesellschaft, die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa, fördert diese Entwicklung und möchte explizit wissenschaftliche Stellen und Führungspositionen mit Frauen besetzen. Die Fraunhofer-Gesellschaft bietet einen regelmäßigen Wissenschaftscampus an, der vor allem Absolventinnen und Studentinnen aus höheren Semestern der MINT-Fächer anspricht. Die Veranstaltung gibt dir die Möglichkeit Forscher*innen über die Schulter zu schauen und zu verstehen, wie Wissenschaft in den Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft betrieben wird. Das ist für dich genau das Richtige? Dann melde dich jetzt hier an!