Sponsored Post Was ist das?

Studienorte, die du noch nicht kennst, sind vielleicht die besten

Der Studienort ist mindestens so wichtig wie das passende Fach – wenn man auf ein erfülltes Studentenleben zurückblicken möchte. Aber wohin soll man gehen? Ich hätte da einen Vorschlag.

Große Ullrichstraße in Halle (Saale). © Martin-Luther-Universität Halle

Ich* gehöre zu denjenigen, die nach der Schule keine Ahnung hatten, was sie machen wollen. Obwohl, das stimmt gar nicht: Ich entschied mich für ein Gap Year in Indien und wollte dann irgendwo studieren. Ähm ja. Nach meiner Rückkehr musste ich also nur noch das geeignete Fach und einen Studienort finden.

Ich fand die Online-Suche frustrierend. Es gab sehr viel Auswahl, Fächer mit gleichem Namen hatten andere Inhalte, manche Fächer konnte man kombinieren, manche waren Mono-Bachelor – und auf unbekanntere Studienorte stieß ich bei der Recherche oft gar nicht. Ich fand nichts Passendes, also hörte ich mich nebenher im Freundes- und Bekanntenkreis um.

Komm doch nach Halle!

Ich erinnere mich noch ziemlich genau an eine Mail meiner Cousine, mit dem Satz „Komm doch nach Halle!“ Sie studierte dort bereits Sprechwissenschaften (Lernt man da sprechen?). Sie hatte immer davon geschwärmt. Ich war in meiner Orientierungslosigkeit für jeden Tipp dankbar und freute mich, vor Ort schon jemanden zu kennen. Also öffnete ich Google Maps, schaute, wo dieses Halle (Saale) überhaupt liegt, buchte einen Zug und fuhr hin, um mir die Stadt, in der ich ja dann mindestens drei Jahre leben würde, vorher mal anzuschauen. Spoiler: Das war die beste Entscheidung ever.

Als ich dann mit dem Zug im Bahnhof Halle (Saale) einfuhr, wurde ich von meinem eigenen Mut überrannt. War es wirklich die richtige Entscheidung hierher zu fahren? Nach acht Stunden Zugfahrt quer durch die Republik war Umkehren aber wirklich keine Option, also gab ich dem Ganzen eine Chance. Ich lief vom Hauptbahnhof durch eine lange Einkaufsstraße direkt in die Stadt und fand mich, neben dem Georg-Friedrich-Händel-Denkmal, mitten im Geschehen wieder.

Meine Cousine führte mich durch die Altstadt bis wir schließlich vor dem Löwengebäude landeten, dem Hauptgebäude der Universität im Zentrum. Ein altes wunderschönes Gebäude mit zwei Löwenstatuen vor dem Eingang. Die Flügeltüren gingen automatisch auf, in der Halle hing ein Kronleuchter und weiter oben befanden sich alte Wandmalereien – ist ja alles ganz nett hier!

Gute Größe

Halle ist mit rund 240.000 Einwohnern weder eine Metropole noch ein Kaff. Es ist anonym genug, um nicht jeden grüßen zu müssen, aber irgendwie kennt man sich doch. Es ist nicht verschlafen, aber auch nicht hektisch. Wer sich traut über Tram-Gleise und Kopfsteinpflaster zu fahren, erreicht alles mit dem Fahrrad. Die Umgebung ist sehr grün, die Innenstadt lebendig, mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und Cafés. Auf der Peißnitz, einer Insel in der Saale, finden Konzerte statt und wer mal mehr Trubel möchte, ist in Kürze in Leipzig oder Berlin. Die Größe gefiel mir.

Gutes Leben

Und was hatte ich nun vom Hallenser Leben konkret zu erwarten? Das Geheimnis der Händel-Stadt ist das Überangebot an Kultur. Bitte was? Die Stadt bietet tatsächlich so viele erschwingliche Optionen seinen studentischen Dauerfeierabend zu verbringen, dass man nicht mal ausschließlich auf Bier im Park oder Privatpartys mit vollen Billigbier-Kühlschränken angewiesen ist. Es gibt, an der Einwohnerzahl gemessen, überproportional viele kulturelle Angebote.

Studenten können für ein paar Euro in die Oper, ins Puppentheater, ins Improtheater oder in Clubs gehen, kriegen Jumbo-Cocktails, Hallorenkugeln, Fettbemmen und Pfannkuchen (ja, das sind hier Berliner) bis zum Umfallen. Klar gibt es keine 100 Clubs, sondern eher zehn – aber es ist wirklich ständig was los. Die Mieten sind immer noch sehr günstig, ich konnte mir leisten mitten in der Fußgängerzone zu wohnen (Ein WG-Zimmer im Altbau für 250 Euro, warm!) und hatte immer Geld für sämtliche Aktivitäten. Jeder von uns hatte einen Studentenjob in einer Bar, im Callcenter, bei der Lokalzeitung oder an der Uni. Reich wurden wir davon nicht, aber eben auch nicht arm.

Gute Auswahl

Jetzt brauchte ich also nur noch ein Fach, das meine Interessen möglichst vereinte. Ich traute mich nicht, alles auf ein Pferd zu setzen und entschied mich für eine Studienfach-Kombination: Irgendwas mit Indien und irgendwas mit Medien. Im Nachhinein eine sehr clevere Wahl, weil ich jetzt beruflich tatsächlich in beiden Branchen tätig bin. Jeder Dozent kannte mich, die Institute waren top ausgestattet, die Kommilitonen kamen von überall her und: Ich war die einzige Studentin in Deutschland mit dieser Fächerkonstellation und fühlte mich besonders. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bietet zahlreiche Studienkombinationen an, für Unentschlossene oder Mehrfachtalente also ein Volltreffer. Es gibt auch klassische Mono-Studiengänge (Medizin, Jura usw.) und -Studiengänge – wie ich sie nenne – darunter fällt neben meinem Mix so etwas wie Medizinische Physik (mein Mitbewohner studierte das, ich habe nie verstanden, was es ist, klang aber spannend).

Ich bin also in Halle (Saale) geblieben und habe hier drei super Studienjahre verbracht. WG-Leben in der City, top Abschluss – check. Die Zeit an der MLU, hat mich wirklich weitergebracht.

Anders als ich wusste Michaela Oswald gleich, was sie werden möchte: Kinderärztin. Um das werden zu können, studiert sie an der Martin-Luther-Universität in Halle Medizin. Hier ist sie vor allem von der Ausstattung der Uni beeindruckt, zum Beispiel gibt es ein Skillslab – ein Trainingskrankenhaus, wo Krankheitsfälle nachgestellt werden können. Als Studienbotschafterin hilft sie jetzt anderen herauszufinden, wo ihre Talente und Leidenschaften liegen.

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bietet 99 Bachelor-, ein Diplom-, 61 Lehramts-, neun Staatsexamens- und 90 Master-Studiengänge. Sehr viele der angebotenen Studienangebote lassen sich miteinander kombinieren.

* Die Autorin Rita Orschiedt ist Alumna der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg