Sponsored Post Was ist das?

Warum das Glück von alleine kommt

Mehr Sport, mehr Schlaf, gesünder essen. Ständig hören wir von überallher, was wir tun sollten, um ein glückliches Leben zu führen. Das führt uns in eine sogenannte Synchronisationskrise. Glückswissenschaftler wissen, was man dagegen tun kann.

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Wir versuchen ständig, in allen Bereichen das Optimale zu tun: Wir wollen mehr Zeit mit Freunden verbringen, uns gesünder ernähren, mehr Sport treiben. Das wirklich Gemeine daran ist, dass wir, wenn wir beispielsweise mehr Sport machen, eben weniger Zeit für Freunde haben und anders herum. Wir können all diese Dinge einfach nie umsetzen, was dazu führt, dass wir uns ständig schuldig fühlen. Wir versagen, wir kriegen das alles nicht hin.

[Außerdem auf ze.tt: Ein Konzert bringt mehr als 100 Vorsätze]

Das liegt zum einen an der Überforderung: Im 19. Jahrhundert hatte man beispielsweise etwa 400 Gegenstände im Haushalt. Heute haben wir im Durchschnitt 10.000 Dinge im Haus. Und selbst wenn wir uns nicht ständig mit ihnen beschäftigen – sie beschäftigen uns. Auch wenn wir nur darüber nachdenken sie wegzuwerfen! Ein anderes Beispiel: Auf dem Weg zur Arbeit sehen wir heute mitunter mehr Menschen als eine Person im Mittelalter in ihrem ganzen Leben. Unser Selbst ist ständig überfordert, wir haben das Gefühl, dass wir nie das erreichen können, was wir uns vornehmen. Wir werden unzufrieden, obwohl wir doch eigentlich aktiv an unserem Glück arbeiten wollen. Synchronisationskrise nennen das Wissenschaftler.

Und die Konsequenz? Alle raten uns, was wir tun sollen.

Neben der alltäglichen Überforderung, wechseln auch noch die Ratschläge ständig: Mal ist low fat, mal low carb der neueste Trend. Wir sollen uns dreimal die Woche 45 Minuten sportlich betätigen, mehr schlafen und vier Liter trinken – oder doch nicht?

Glückswissenschaftler Dr. Werner Martens ist gegen diese Trends und nennt einen anderen Schlüssel für die Glücksuche. Für ihn ist der entscheidende Faktor nie allein ein Vorsatz wie etwa mehr Sport oder gesünderes Essen, sondern die Frage, ob wir Freude daran haben. Durch regelmäßige Bewegung leben wir vielleicht Jahre länger, aber eben soviel Lebenszeit geht ja auch für das blöde Training drauf! Seine Theorie lautet: Wenn man keinen Spaß daran hat, hilft es auch nichts.

Er unterstreicht seinen Ansatz unter anderem mit der sogenannten „Nonnenstudie“, die Anfang des Jahrtausends durchgeführt wurde. Darin fand man laut Bartens einen Unterschied der Lebenslänge von bis zu acht Jahren heraus, je nachdem wie negativ oder positiv die Nonnen dem Leben und ihren Aufgaben zugewandt waren – und das, obwohl sie alle genau den gleichen Einflüssen und Tagesabläufen unterlagen. Man schloss anhand von Tagebüchern darauf, dass bei den Nonnen, die trotz beinahe gleichen Lebenslaufs ganz unterschiedlich alt wurden, insbesondere die Lebenseinstellung den entscheidenden Unterschied machte (genetische Faktoren werden ausgegliedert).

Die Erkenntnisse der Studie kann man auf das ganze Leben anwenden: Neben allen vermeintlichen Vorsätzen und Pflichten müssen wir herausfinden, was uns gut tut, und genau das dann mit Freude tun. Oder anders: Wer liebt, was er tut, lebt länger und glücklicher.

Glück kommt, wenn wir nicht ständig daran denken

Bei zahlreichen weiteren Philosophen und Wissenschaftlern können wir nachlesen, warum die bewusste Einhaltung klassischer Vorsätze oder Pläne allein nicht glücklich macht:  Glück – wie Liebe und Gesundheit – ereignet sich im Zustand der Selbstvergessenheit. In dem Moment, in dem wir uns ständig fragen: „Bin ich wirklich glücklich, gesund, verliebt?“, sind wir es schon nicht mehr. Sobald wir es hinterfragen, ist es schon wieder weg.

Nicht mehr ständig an das Glück zu denken und aufzuhören, es erarbeiten zu wollen – vielleicht ist das mal einen Versuch wert. Leicht ist das nicht, aber vielleicht passiert einfach etwas Gutes ohne dass man aktiv danach sucht?

Maggie, die Protagonistin in „Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm“ von Jessie Ann Foley findet heraus, was ihr Spaß macht. Dabei hat sie unverhofft Unterstützung: Sie erbt zwei Nirvana-Tickets von ihrem verstorbenen Onkel und reist mit ihrem neuen Lover nach Rom, um das Konzert mitzuerleben und die Hymnen einer ganzen Generation live zu hören. Alles daran ist unvernünftig: der Brief ihres Onkels, die Reise mit dem neuen Schwarm – und die Tatsache, dass ihre Mutter nichts davon weiß. Aber solche Trips, auf denen nichts nach Plan läuft, vergisst man eben nie… 

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