Antwort auf Trump: Pussy Riot feiern in ihrem neuen Song die Vagina

Am Dienstag veröffentlichte die Punkband Pussy Riot ihren neuen Song „Straight Outta Vagina“. Damit feiern sie das weibliche Geschlechtsteil und kritisieren Trump und seine frauenverachtende Aussagen. 

© Youtube

Frauen im Clip von "Straight Outta Vagina" tragen Preisschilder. © Youtube

Mensch kennt sie aus den Medien: Pussy Riot ist eine feministische Punkband, die seit 2011 mit ihren regierungs- und kirchenkritischen Auftritten Debatten um Kunst, Feminismus und Religion anstößt. Besonders ihre Verhaftung im März 2012 machte die russischen Künstler*innen international bekannt. Sie sind eine fluktuierende Gruppe von zehn Frauen, die sich auch als Vertreter*innen des Riot Grrrl Movement versteht, einer feministisch subkulturellen Bewegung aus den USA.

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Kurz nach den frauenverachtenden Aussagen Trumps melden sich die Feminist*innen jetzt zurück. Wer’s nicht mitbekommen haben sollte: Trump geriet Anfang Oktober in die Kritik mit einer 2005 getätigten Aussage, man könne Frauen an ihre Geschlechtsteile greifen. Besonders unter Menschen, die Erfahrungen mit sexueller Gewalt machten, sorgte Trumps vermeintlicher „locker room talk“ für einen Aufschrei.

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Nun gibt auch Pussy Riot ein deutliches Statement zum Präsidentschaftsanwärter ab. Unter ihrer Veröffentlichung bei Youtube schreiben sie: „Der Träger von Vaginas ist nicht ein narzisstischer, dummer, orange-farbener Affe, der behauptete, dass er Frauen leicht an ihre Pussy greifen könne. Die Besitzerin einer Vagina ist eine Frau. Und sie trägt ihre Vagina als Ehrenzeichen.“

Vagina als Ehrenzeichen

In dem Video treten die Aktivist*innen gewohnt provokant auf. Sie nehmen typische Geschlechter-Klischees auseinander und nutzen dafür die Kirche als Setting. Pussy-Riot-Mitglied Nadya Tolokonnikova, die 2012 mitverhaftet wurde, trägt eine christliche Robe, an den Ohren der Tänzerinnen hängen Preisschilder statt Ohrringe und Männer sitzen mit rosa Pumps auf der Toilette.

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Produzent des Titels ist der amerikanische Künstler David Andrew Sitek, den Nusya Tolokonnikova als „einen der größten Feministen“ bezeichnet, den sie je getroffen habe. Dem Guardian sagte Tolokonnikova: „Sitek war von mir inspiriert, vor allem von meiner Aussage: ‚Braucht deine Vagina eine Marke?‘. Es hat also total Sinn gemacht, mit ihm einen Song zu schreiben, der die Vagina feiert!“