Ausnahmezustand Klima-Konferenz

In Paris herrscht immer noch Ausnahmezustand und auch die Proteste gegen die Klimakonferenz wurden verboten. Die Vorbereitungen laufen dennoch.

© MIGUEL MEDINA/AFP/Getty Images

Proteste in Paris. © MIGUEL MEDINA/AFP/Getty Images

Freiheit oder Sicherheit? Dass sich diese Frage nach den Terroranschlägen in Paris einmal mehr stellen würde, war klar. Der Ausnahmezustand ist ausgerufen und wurde jetzt schon auf historische drei Monate verlängert. Das alles zugunsten der Sicherheit.

Denn Europa, der Westen, wolle weiter leben, wie bisher – jetzt erst recht. Weiter auf Weihnachtsmärkte gehen. Weiter tanzen gehen. So hören wir es immer wieder.

Es geht um’s Ganze

Genau dort, in Paris, geht es ab Montag aber auch ums Ganze: die Zukunft unseres Planeten. Auf der Klimakonferenz  soll der Nachfolgevertrag für Kyoto beschlossen werden – mit verbindlichen Klimazielen für 194 Mitgliedsstaaten. Aber protestieren? Nein das geht nicht. Demonstrationen und alle Aktionen rund um die Klima-Konferenz in Paris wurden verboten.

Soziale Initiativen und Umweltorganisationen weltweit hatten zu Protesten in Paris aufgerufen, um Druck auf die Konferenzteilnehmer auszuüben und ein weltweites Zeichen zu setzen für Umwelt- und Klimaschutz. Viele haben haben ihre Aktionen aufgrund der jüngsten Terroranschläge in Frankreich abgesagt und fahren nicht nach Paris. Auch der große Klimamarsch ist abgesagt.

Protestverbot in Paris

Die Proteste weichen auf andere Städte weltweit aus. Die HauptorganisatorInnen dieses „Peoples Climate March“ (die CoalitionClimate und 350.org) rufen nun dazu auf, in den europäischen Hauptstädten zu demonstrieren. Auch in Berlin soll es am Montag eine große Kundgebung geben.

Doch einige wollen sich auch in Paris auf die Straße wagen, die Vorbereitungen laufen.

detektor.fm-Moderator Konrad Spremberg hat mit Martin Kaul über das Demonstrationsverbot in Paris gesprochen.

 

detektor.fm sammelt für eine neue Vormittagssendung.