Bevor du dir ein teures Sammelkartenspiel anschaffst, mach dir lieber selbst eins

Was tun, wenn keine Kohle für ein Kartenspiel mehr da ist? Keine Panik schieben, sondern Papier und Stifte rausholen.

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Zwei Brüder entwickelten ein Spiel mit 300 Karten. Imgur

Du hast deine Schulzeit in den schrillen 90ern hinter dich gebracht? Ziemlich sicher hast du damals eins oder mehrere dieser verrückten Dinge gesammelt: Sticker, Diddl-Bögen, Pogs und Slammer, „Pokémon“-, „Yu-Gi-Oh!“- oder „Magic“-Karten.

Das hätten zwei Brüder auch gern gemacht – allerdings fehlte ihnen mit zehn und zwölf Jahren die Kohle dafür. Also bastelten sie sich selbst ein Spiel, über vier Jahre hinweg. Am Ende schnippelte und zeichnete das Duo 300 Karten mit Monstern und Gegenständen. Sieben Decks umfasst ihr Spiel „Creature Cards“, wie heute einer der Brüder auf Reddit berichtet.

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Alle Bilder: Imgur

„Mein Bruder ist zweieinhalb Jahre älter als ich und man kann erkennen, welche Karten seine sind, weil sie besser aussehen“, schreibt der heute 22 Jahre alte Reddit-User one23abc. Sie entwickelten parallel Figur um Figur, später kamen die Regeln dazu.

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Ein paar Reddit-User mutmaßten, die Brüder hätten das Spiel nachträglich und absichtlich kindlich gestaltet, um digitalen Fame einzuheimsen – was der Bruder gelassen dementierte. Der Großteil des Foren-Feedbacks auf die Bilder war aber voller Bewunderung.

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Einige Community-Mitglieder vermuteten, dass die zwei heute als Spieleentwickler arbeiten. Aber: Falsch gedacht. „Mein Bruder macht einen Doktor in Biotechnologie“, schreibt one23abc. Er würde sich in Richtung Maschinenbau orientieren. „Aber ich habe mir immer gewünscht, stattdessen Kunst oder Design zu machen.“ Eine Detail-Ansicht der Karten gibt’s hier.

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