Beyoncés Grammy-Rede verpasst euch eine Gänsehaut

Nach der Vergabe der 59. Grammy Awards sollten die folgenden einfach in Beyoncé Appreciation Awards umbenannt werden. Denn: Wenn jemand gestern gefeiert wurde, dann Queen B.

Beyoncé und die Zwillinge bei ihrer ersten gemeinsamen Performance. © Kevork Djansezian/Getty Images

Von einer Zwillingsschwangerschaft lässt Beyoncé sich noch lange nicht aufs Sofa verbannen. Stattdessen legte sie bei den 59. Grammy Awards einen Auftritt als Madonnen-Reinkarnation mit Glorienschein, Halsreif und Goldkleid hin, der einen vor Ehrfurcht erzittern ließ. Doch damit nicht genug: Ihre Dankesrede für den verdienten Preis für das beste Urban Contemporary Album des Jahres (Lemonade) nutzte sie, um eine Nachricht über Diversity und Selbstakzeptanz zu senden:

„Wir alle erleben Schmerz und Verlust und häufig bringt uns das zum Verstummen. Als ich dieses Video und dieses Album schuf, war es meine Intention, unserem Schmerz, unserem Kampf, unserer Dunkelheit und unserer Geschichte eine Stimme zu geben. Ich wollte die Dinge ansprechen, die uns Sorgen bereiten. Es ist mir wichtig, meinen Kindern Bilder zu zeigen, die ihre Schönheit reflektieren, sodass sie in einer Welt aufwachsen können, in der sie in den Spiegel schauen – zunächst durch ihre Familie, dann die Nachrichten, den Super Bowl, das Weiße Haus und die Grammys – und sich selbst erkennen. Sie sollen nie daran zweifeln, dass sie schön, intelligent und in der Lage sind alles zu tun. Das ist etwas, das ich mir für jedes Kind wünsche und ich habe das Gefühl, dass es entscheidend ist, dass wir aus der Vergangenheit lernen und unsere Tendenz erkennen, Fehler zu wiederholen.“

Das ist vor allem im Angesicht der jüngsten Ereignisse in den USA eine klare Ansage für mehr Akzeptanz und ein friedliches Zusammenleben. Kein Wunder, dass selbst die eigentliche Gewinnerin des Abends, Adele, nicht umhin kam, Beyoncé zu danken. Anstatt sich über den Award für das beste Album des Jahres zu freuen, erklärte sie, wem ihrer Meinung nach der Preis wirklich zustehe:

Lemonade war monumental, Beyoncé. Es war so monumental und durchdacht und wunderschön und aufrichtig … wir wertschätzen das. All die Künstler*innen hier verehren dich. Du bist unser Licht.“

Gut gesagt. Hoffentlich hilft es etwas. Denn wie die Oscars stehen auch die Grammys immer wieder im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit, weil weiße Künstler*innen überproportional häufig in den entscheidenden Kategorien gewinnen. Beyoncé selbst war bereits 53 Mal für einen Grammy nominiert und konnte 17 Trophäen mit nach Hause nehmen. Hier seht ihr außerdem das Video zu ihrer Dankesrede:

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