Blutiger Protest gegen Stierrennen in Pamplona

Morgen beginnen im spanischen Pamplona die alljährlichen „Sanfermines“. Höhepunkt der einwöchigen Feier ist der „Encierro“, bei dem Stiere durch die Straßen getrieben werden. Tierrechts-Aktivist*innen protestierten heute gegen Stierkämpfe und Stierrennen.

Screenshot: Peta UK/Twitter

Rund 100 Aktivisten protestierten heute Mittag gegen die Stierkämpfe und Stierrennen in Pamplona. Screenshot: Peta UK/Twitter

Mittwoch früh um Punkt acht Uhr werden in der Altstadt von Pamplona sechs Stiere und vier Ochsen aus ihren Käfigen gelassen und durch die Straßen getrieben: Die Stierhatz geht eine Woche lang, bis zum 14. Juli. Und täglich wiederholt sich auch der Encierro, das Stierrennen.

Eine Strecke von 825 Metern müssen die Stiere über die Kopfsteinpflaster rennen, bis sie in der Arena ankommen und sich dort den Matadoren stellen. Für die Stiere endet das meist tödlich.

Heute mittag protestierten Mitglieder der Tierschutz-Organisation Peta und der spanischen AnimaNaturalis gegen das blutige Treiben. Die rund 100 Aktivist*innen stellten sich auf dem Marktplatz in Pamplona auf und zogen sich halbnackt aus, mitgebracht hatten sie Eimer mit der Aufschrift „Pamplona Bloodbath for Bulls“. In den Eimern war Filmblut, mit dem die Tierschützer sich übergossen.

Wie Peta berichtet, waren die meisten Demonstrant*innen Spanier, die es nicht akzeptieren wollen, dass in ihrem Land Tiere zum Vergnügen der Menschen massakriert werden.