Condom Challenge: Warum lassen sich Leute mit Wasser gefüllte Kondome auf dem Kopf platzen?

Ein Kondom mit Wasser füllen, es über den Kopf eines anderen halten, fallen lassen, schauen was passiert. Sich dabei filmen und es hochladen. Fertig ist der neue Viraltrend – die #CondomChallenge. 

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Hält es oder hält es nicht? © dpa

Die „Ice Bucket Challenge“ des Sommers 2014 war mittelmäßig witzig, aber weil es eine Aktion gegen die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) war, konnte man den Menschen, die sich Eiswasser über die Köpfe leerten, dann doch etwas abgewinnen.

Der neueste Internet-Hype hat auch mit Wasser und Köpfen zu tun.  Anders als die „Ice Bucket Challenge“ wird es die“Condom Challenge“ aber kaum zu einem Wikipedia-Eintrag schaffen. Die Regeln sind simpel: Man nehme ein mit Wasser gefülltes Kondom, halte es über den Kopf eines anderen und lasse es fallen. Platzt es oder platzt es nicht?

Was dahinter steckt oder ob sich überhaupt jemand etwas dabei gedacht hat, ist unklar. „Mashable“ orakelt, dass sich jüngere Menschen so zumindest mit dem Thema Verhütung ausseinander setzen. Naja. Tatsächlich war die Zahl der Menschen zwischen 14 und 25 Jahren, die beim ersten Geschlechtsverkehr verhüten, zumindest in Deutschland noch nie so hoch wie jetzt. Das geht aus der erst kürzlich veröffentlichten „Jugendsexualstudie 2015“ hervor. Nur acht Prozent der Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren verhüteten 2014 beim ersten Geschlechtsverkehr nicht, unter Jungen waren es sechs Prozent.

Wir verzichten deshalb darauf, da irgendetwas hineinzuinterpretieren. Vielleicht sind das einfach ein paar Leute, die ihren Spaß haben wollen?