Das war am Wochenende wichtig

Ihr habt die letzten schönen Sommertage des Jahres lieber mit Alster, Picknickdecke und vegetarischen Gemüsebällchen im Park verbracht, statt euch um die Weltlage Gedanken zu machen? Wir bringen euch up to date.

© Janek Skarzynski/AFP/Getty Images)

Besucher einer Untergrund-Galerie unter dem Schloss Ksiaz nahe des Fundortes vom Nazu-Zug. © Janek Skarzynski/AFP/Getty Images)

Gemunkel über Nazi-Goldzug

Seit einer Woche geht in Polen das Gerücht um, in einem Stollen sei ein verborgener Nazi-Zug voller Wertgegenstände entdeckt worden. Am Samstag erklärte der polnische Vize-Kulturminister Piotr Zuchowski, der Fund sei „zu 99 Prozent sicher“. Dadurch avanciert Walbrzych jetzt zum Wallfahrtsort für Journalisten und Schatzsucher. Was sich tatsächlich in dem ominösen Zug befindet, steht noch nicht fest. „Goldzug“-T-Shirts wird man an der Bahnstrecke bald trotzdem kaufen können.

Heidenau: „Neue Dimension von Gewalt“

Früher hätten sich Rechtsextremisten noch die Mühe gegeben, vor die Polizei als „Saubermänner“ zu treten. Damit sei in Heidenau Schluss, sagte Verfassungsschutzchef Gordian Meyer-Plath zur Welt am Sonntag. „Neu ist die Brutalität und die Bereitschaft, Polizisten zu attackieren.“ Die Demos am Wochenende blieben allerdings ruhig: Am Samstag hatten etwa 400 Menschen spontan für Solidarität mit Flüchtlingen demonstriert. Ausschreitungen blieben aus.

Mutmaßliche Schlepper in Ungarn gefasst

Nachdem in Österreich ein Lastwagen mit 71 toten Flüchtlingen entdeckt worden war, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Derzeit werden die Handys der Flüchtlinge ausgewertet, um die Identität der Toten zu klären. Bisher war nur ein syrischer Pass gefunden worden. Am Wochenende ist in Ungarn ein fünfter mutmaßlicher Schlepper festgenommen worden, die Männer befinden sich in Untersuchungshaft.

Was Craven †

Wes Craven bei der Premiere von "Scream 4". Foto: © Getty Images
Wes Craven bei der Premiere von „Scream 4“. Foto: © Getty Images

Der US-Regisseur Wes Craven ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren in Los Angeles, offenbar an einem Hirntumor. Craven hat zahlreiche Horrofilmklassiker geschaffen, darunter „Nightmare On Elm Street“, „Scream“ und „The Hills Have Eyes“.

Mount McKinley heißt jetzt Denali

US-Präsident Barack Obama macht ja viel, aber das auch nicht aller Tage: einen Berg umbenennen. Nordamerikas höchster Berg Mount McKinley heißt jetzt Denali. Die Entscheidung fiel aus Respekt gegenüber den Athabasken, den Ureinwohnern Alaskas. In deren Sprache Koyukon heißt der 6168 Meter hohe Berg schon immer Denali, „der Hohe“.