Wie man bei Bauern gegen Monokulturen argumentiert

Wenn der Landwirt auf seinem Acker Jahr für Jahr Mais anpflanzt, bereitet das Agrarwissenschaftlern Sorgen. Eine solche Monokultur zerstöre den Boden und gefährde am Ende auch die Gesundheit des Konsumenten. Was tun? Detektor.fm hat sich schlau gemacht.

Scott Olson/Getty Images

Monokulturen sind günstig für den Landwirt – aber eine Gefahr für die Umwelt. Scott Olson/Getty Images

Wirtschaftlichkeit von Monokulturen

Immer wieder das Gleiche anbauen: dem Laien mag das langweilig vorkommen. Doch aus landwirtschaftlicher Sicht spricht einiges für den wiederholten Anbau in Monokulturen. Der Bauer kann sich das entsprechende Wissen zur Pflege und Ernte dieser einen Pflanzenart aneignen und immer wieder darauf zurückgreifen. Außerdem kann er dafür jedes Jahr aufs Neue dieselben Maschinen nutzen, statt einen riesigen Fuhrpark verschiedener Gerätschaften vorzuhalten. Auf den ersten Blick scheint dieses Vorgehen also wirtschaftlich sinnvoll.

Ausgelaugter Boden und Sandstürme

Ein Trugschluss, warnt die Wissenschaftlerin Elisabeth Meyer-Renschhausen: Monokulturen machen langfristig arm, weil sie den Boden auslaugen, damit Erdverwehungen und sogar Sandstürme begünstigen. Auch Kleinstlebewesen würden aus diesem zerstörten Boden vertrieben.

Mehr Dünger und Pestizide

Der Landwirt müsse in der Folge immer mehr Düngemittel und Pflanzenschutzmittel einsetzen. Die Folge: zusätzliche Kosten.

Auch für den Verbraucher sei der Anbau in Monokulturen damit nicht attraktiv. Denn die gesundheitlichen Folgen von Unkrautvernichtungsmitteln wie Glyphosat sind bislang noch nicht abschließend geklärt.

Besser sei es also, sagt Karl Bär vom Umweltinstitut München, jedes Jahr eine andere Pflanze anzubauen. Wie die Landwirte von dieser Idee begeistert werden könnten, erzählt er im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Thibaud Schremser.


Monokulturen richten übrigens noch mehr Unheil an. Erst neulich haben wir von der Gefahr für Bienen berichtet.