Dicker als die anderen? Dann buch‘ den Extra-Sitz von Airbus

Menschen in vielen Industrieländern werden dicker, Sitze in Flugzeugen dagegen enger. Airbus hat jetzt in den USA ein Patent für variable Sitzbänke erhalten. Zahlen wir auf Flügen bald pro belegter Sitzfläche?

© Airbus

Platz für vier? Oder für zwei? © Airbus

Der Flugzeugkonzern Airbus nennt ihn den „reconfigurable passenger bench seat“ – also einen Sitz, der je nach Körperbau des Fluggastes angepasst werden kann. Dass es sich dabei um keinen Witz handelt, zeigt die Tatsache, dass Airbus dafür nun ein US-Patent erhalten hat.

Die Gurte können variabel angepasst werden, die Armlehnen ebenfalls. Die Rückenlehne lässt sich allerdings nicht verstellen. Auf eine Sitzbank passen dann je nach Körperfülle zwei bis vier Personen – entweder für Familien oder korpulentere Passagiere. In Zeiten, in denen Menschen in vielen Ländern immer dicker werden (hier zum Beispiel die Fakten für Europa), wird es in Flugzeugen vor allem in der Economy Class immer enger.

Mehr Platz für zwei. © Airbus

Die Sitzbank von Airbus wäre eine neue Einnahmequelle für Fluggesellschaften, die dann von dickeren Menschen mehr abkassieren könnten. Auf der anderen Seite würden diese von mehr Platz profitieren.

Wie Wired von einem Flugzeug-Analysten erfahren hat, dürfte es aber noch eine ganze Weile dauern, bis die Sitzbänke wirklich in Flugzeugen zu finden sind. Der Grund sind die strengen Vorschriften: Unter anderem müssen Flugzeugsitze enormen Kräften widerstehen, ohne zu zerbrechen – etwa bei Start und Landung, aber auch im Fall eines Absturzes. Die Tests dafür sind aufwendig. Außerdem müssen die Sitze schwerentzündlich sein. Die Zulassung dauert eher Jahre als Monate. Allzu bald werden wir also nicht auf den „All-you-can-pay“-Sitzen fliegen.