Die fiesesten Fallen, wenn du zu Hause arbeitest

Ein Tag im Home-Office. Du wanderst im Schlafanzug zwischen Couch und Kühlschrank hin und her. Welche Tücken das Arbeiten in der eigenen Wohnung so schwierig machen und wie sie sich überwinden lassen.

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Home Office – Fluch und Segen zugleich... © Alex / Photocase

Heimarbeit kann praktisch sein und lässt sich inzwischen auch gut umsetzen, bringt jedoch ganz eigene Probleme mit sich. Von der Tatsache mal abgesehen, dass dir ohnehin niemand glaubt, du würdest wirklich arbeiten. Dabei versuchst du es sehr gewissenhaft, scheiterst allerdings jedes Mal an hinterlistigen Hürden…

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Das sind die fiesesten Fallen in deinem Home-Office:

Das gemütliche Bett

Die Daunendecke und das Kuschelkissen haben sich verschworen und wollen dich einfach nicht gehen lassen. Du weißt zwar: Wenn du heute alles schaffen willst, solltest du spätestens vor zehn Minuten aufgestanden sein – aber die Welt außerhalb deines Bettes ist nun mal grausam und kalt! Vielleicht hilft es dir, wenn du dir den Wecker stellst, dich mit dir selbst auf maximal drei Runden snoozen einigst und dir schon vorher irgendwas Köstliches zum Frühstück organisierst, damit dir das Aufstehen leichter fällt. Denn ohne halbwegs geregelten Tagesablauf ist dein Home-Office-Tag noch vor Beginn zum Scheitern verdammt.

Der chaotische Schreibtisch

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Du sitzt überall – Küche, Bett, Couch, Klo – nur nicht an deinem Schreibtisch. Kein Wunder, er sieht ja auch aus wie ein umgekippter Altpapiercontainer. Wer schlau ist, kreiert schon vorher eine ordentliche Arbeitsatmosphäre und legt sich die wichtigsten Sachen raus. Dann kann man sich leichter fokussieren und muss nicht erst eine halbe Stunde aufräumen.

Die versagende Technik

Wifi und VPN zicken rum? Techniker ist informiert? Im Gegensatz zu einem Unternehmen kommt in deiner Privatwohnung nicht innerhalb von zwanzig Minuten jemand vorbei, um dich zu fragen, ob der Stecker auch richtig drin ist oder ob du es schon mal aus- und wieder angeschaltet hast. Du musst deine kaputten Verbindungen selbst reparieren oder Hotlines anrufen. Das dauert. Also lieber im im Vorweg checken, ob alles läuft.

Die bequeme Jogginghose

Ach, es ist so herrlich! Du und die Jogginghose, ihr seid BFFs – auch, wenn sie schon uralt und ranzig ist. Manchmal findest du in der Tasche sogar noch ein Stück Schokolade. Ein Tag im Home-Office verlockt massiv zum Gammeln. So erinnerst du dich üblicherweise erst gegen 17 Uhr ans Zähneputzen und denkst: „Ach, jetzt ist auch egal!“ Und wenn du duschst, dann nur, um danach wieder in die Jogginghose zu schlüpfen. Aber in diesem Faultier-Modus erledigst du vermutlich nichts. Besser: Aufstehen, Zähne putzen, Haare kämmen, richtige Hose anziehen. Dann fühlt sich der Tag daheim ein bisschen mehr nach Arbeit an und du wirst disziplinierter zu Werke gehen.

Der spontane Besuch

Wenn alle wissen, dass du zu Hause arbeitest, dann kommen sie vorbei. In Scharen! Zum Kaffeetrinken, Mittagessen, Blumenkohl ans Ohr quatschen und so weiter. Meistens bleiben deine Freund*innen und Bekannte leider nicht nur fünfzehn Minuten, sondern eher so 50. Weil du nicht unhöflich sein willst, bleibt infolgedessen Arbeit liegen und das schlechte Gewissen killt dich. Smarter wäre es, nur du, dein*e Chef*in und deine Kolleg*innen wüssten, dass du zu Hause arbeitest. Dann nervt dich auch keine*r.

Der verführerische Computer

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Was für eine teuflische Tatsache, dass dein wichtigstes Arbeitsgerät gleichzeitig auch ein Entertainmentcenter ist! Denn dadurch wird der Prokrastination Vorschub geleistet. Eben noch bis zum Hals in einer Exceltabelle, im nächsten Moment schon unterlippentief in Memes. Besonders drollig auch dein Versuch, eine Serie „im Hintergrund“ laufen zu lassen. Als würdest du nicht bei jeder spannenden Szene den Tab wechseln! Wer die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens hat und es gar nicht lassen kann, darf sich vorher Zeitfenster dafür festlegen: 90 Minuten Arbeit, 20 Minuten Quatsch. So gelingt es dir eventuell, nicht noch bis Mitternacht da zu sitzen.

Der vernachlässigte Haushalt

Urplötzlich überkommt dich das schier unüberwindbare Bedürfnis, alle Fußleisten gründlich abzusaugen, den Mülleimer von Innen zu schrubben oder hinterm Herd zu putzen. Grundsätzlich sicher alles sehr sinnvoll – nur halt nicht, wenn du arbeiten musst. Konsequent ignorieren, morgen ist es auch noch dreckig.

Das verlockende Essen

Aufstehen – Kühlschrank– hinsetzen – essen – daran denken, was man essen könnte… Aufstehen– Kühlschrank… Repeat. Aber auch hier können vorher festgelegte Fresspausen helfen.

Der lästige Paketbote

Wenn du öfter zu Hause arbeitest, spricht sich das irgendwann unter einschlägigen Zusteller*innen rum und du wirst zur Poststelle für das gesamte Haus. Ist aber nun mal nicht so hilfreich, wenn man ständig aus dem Flow gerissen wird, zur Tür rennen und Päckchen für die lieben Nachbar*innen in Empfang nehmen muss. Lösung: Einfach nicht rangehen. Falls es dann doch mal ein Paket für dich gewesen sein sollte, kannst du es ja später nebenan abholen…

[Außerdem bei ze.tt: Wie du am Besten zu Hause arbeiten kannst]

Unterm Strich ist das Wichtigste für einen halbwegs produktiven Tag im Home-Office also die gute, alte Selbstorganisation mit ausreichenden und zugleich begrenzten Zeiträumen für all die Kleinigkeiten, die dich von der Arbeit abhalten. Sei einfach ein schlauer UND netter Boss für dich selbst!

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