Diese Comics zeigen, wie verdammt hart das Leben sein kann

Mit ihren Comics kämpft Künstlerin Tijana Cvetić mit Sarkasmus, schwarzem Humor und Parodien gegen die eigenen Sinnkrisen und Zukunftsängste an.

Aus der Obhut der Eltern ausbrechen, endlich auf eigenen Füßen stehen können, tun und lassen, wonach einem der Kopf steht, dieses jugendliche Gefühl, dass einem alle Türen offen stehen – es gibt eigentlich nichts Schöneres, oder? Dass dieses Gefühl vergänglich ist, weiß Künstlerin Tijana Cvetić nur zu gut und macht sich genau das zum Themenschwerpunkt ihrer Comics. Protagonist*in ist meist ein weißer formloser Blop, der vor Verbitterung und Selbstzweifel nur so strotzt und irgendwie nicht so recht mit dem Leben klarzukommen scheint.

[Außerdem auf ze.tt: „Oh No!“ Bei diesen Comics gibt es kein Happy End]

Die Erlebnisse der Geist-ähnlichen Form spiegeln dieselben Existenzängste und verkopften Freiheitskämpfe wider, mit denen die 27-Jährige selbst zu kämpfen hat. Die in Kotor in Montenegro lebende Künstlerin nutzt die Comics dafür, die erlebten Ängste und Ärgernisse zu verarbeiten. Das Zeichnen sei eine Art Bewältigungsmechanismus, sagt sie. „Ich zeichne die Situation vereinfacht und übertrieben auf, teile sie mit anderen und fühle mich danach ein bisschen besser.“

Das Alltagsleben sehe sie als eine unendliche Quelle an Inspiration. „Jeden einzelnen Tag haben wir unsere kleinen Kämpfe und ich finde es faszinierend, wie wir uns in diesem Sinne alle sehr ähnlich sind. Probleme sind immer ein bisschen kleiner, wenn man sie teilt.“