Diese Fantasie-Drogen aus Filmen sollte es wirklich geben

Vergesst euer Ritalin!

Gandalf raucht Athelas, das Königskraut. Screenshot: Isildur Andúril/Youtube

Bücher, Filme, Serien und Games können berauschen und süchtig machen. Ganz ohne dass man etwas nehmen muss. Manche von ihnen erhöhen die Dosis sogar noch, indem sie unglaubliche Rauschmittel beinhalten. Manche davon hätten wir gerne auch im echten Leben, andere lieber nicht. Zu Risiken und Nebenwirkungen bitte diese Liste durchlesen.

NZT-48 aus Ohne Limit

Jede*r hat mal solche Phasen, in denen wir uns lustlos, einfallslos und frustriert fühlen. Die Jungs aus der Küche haben ein Mittel dagegen. Durch NZT-48 sind Menschen voller Energie und können das gesamte Potenzial ihres Gehirns ausschöpfen, der Schriftsteller Eddie Morra (Bradley Cooper) geht in Ohne Limit ziemlich darauf ab. Liebe Hipster, werft euer Ritalin weg. Die Pillen hier sind besser. Nur die tödlichen Nebenwirkungen bei Entzug dämpfen die anfängliche Euphorie.

Prozium II aus Equilibrium

Euch belastet Liebeskummer oder ein anderes mieses Gefühl? Prozium II unterdrückt alle menschlichen Emotionen, wie man an John Preston (Christian Bale) im Sci-Fi-Film Equilibrium sehen kann. Kurzzeitige Hilfe, aber keine Dauerlösung. Der wahre Kick kommt sowieso erst, wenn die Dosis komplett abgesetzt wird. Dann knallen die natürlichen Wahrnehmungen so richtig rein.

Quietus aus Children of Men

Weil Frauen seit Jahren keine Kinder mehr bekommen und die Menschen verzweifeln, verteilt die Regierung im Dystopie-Knaller Children of Men Quietus. Lateinisch steht der Begriff unter anderem für ruhig, sanft oder schlafend. Mit moderneren Worten: ein schnelles, schmerzfreies Suizid-Mittel. Dann doch lieber das verbotene Zeug mit Erdbeergeschmack.

Hypnocil aus Nightmare on Elm Street 3

Wer nachts Angst hat, die Augen zu schließen, dem*der seien ein paar Milligramm Hypnocil nebens Bett nahegelegt. Es unterdrückt nämlich Albträume. Wegen der schwierigen Nachweisbarkeit hatte es allerdings ein paar Probleme bei der Anerkennung. Die Probant*innen schworen aber, dass sie von keinem schrecklichen Typen mehr im Schlaf überrascht worden seien.

CPH4 aus Lucy

Ähnlich dem NZT-48 schöpft man auch mit CPH4 das Leistungsvermögen des Gehirns vollständig aus. Die synthetische Variante basiert laut Dr. Luc Besson auf einem Stoff, den Schwangere produzieren und der auf die Knochenentwicklung des Kindes Einfluss hat. Bei kompletter Dröhnung ist sogar die Kontrolle über Raum, Zeit und Materie möglich. OMG.

Slo-Mo aus Dredd

Wer das schmeißt, erlebt alles nur noch in Zeitlupe. Zum Runterkommen in einer hektischen Welt für manche gewiss attraktiv. Farben werden zudem intensiver wahrgenommen sowie Freude und Schmerz unterdrückt. Die Flüssigkeit wird per Inhalator eingeworfen und verursacht dabei Gefrierbrand im Mund. Autsch.

Athelas aus Der Herr der Ringe

Athelas, das Königskraut. Oder wie die Hobbits sagen: „It’s a weed.“ Gern geraucht, beruhigend, stimmungshebend und für seine heilende Wirkung berühmt. Parallelen zum medizinischen Cannabis dürften hier durchaus nicht abwegig sein. In Mittelerde waren sie der Zeit eben schon voraus.

Fear Toxin aus Batman Begins

Das ist der Hit auf der nächsten Halloween-Party. Niemand muss sich verkleiden, alle atmen nur etwas Fear Toxin ein und die schlimmsten Ängste erscheinen vor dem benebelten Ich. Wer die Furcht damit überwindet, super. Wer nicht, der bleibt darauf hängen. Nicht gut. Nur etwas für Batman.

V aus True Blood

Vampirblut. Mehr braucht es nicht für den Trip. Gibt es ja an jeder Ecke. Die Wirkung entfaltet sich bei jedem Menschen anders. Es kann Sinne schärfen, Kraft erhöhen und die Begierde steigern. Zwischen Konsument*in und Spender*in entsteht sexuell und mental eine Verbindung. Hohe Suchtgefahr.

Spice Melange aus Dune

Es ist die Gewürzmischung, die alles am Laufen hält. Sie ist bewusstseinsverändernd, lebensverlängernd und verleiht hellseherische Fähigkeiten. Nur auf dem Ursprungsplaneten Arrakis ist es ausreichend vorhanden. Spice macht extrem süchtig. Entzug führt erst zu furchtbaren Schmerzen und dann zum Tod.

Valkyr aus Max Payne

Vom Militär entwickelt, um die Soldaten leistungsfähiger zu machen. Okay. Aber warum werden die Konsument*innen dann von Dämonen verfolgt, wenn sie das nehmen? Max (Mark Wahlberg) hat es zumindest kurzzeitig geholfen, als er unfreiwillig ein Eisbad genommen hatte. Auf Dauer ist es aber nichts.

Die Pillen aus Matrix

Die eine lässt einen sorglos das Leben verträumen, die andere öffnet die Augen für die Realität. Hat beides so seine Reize. Erkenntnis ist sicher nie falsch. Und da die Fakes immer mehr werden, wäre so ein buntes Bonbon bei manchen gewiss nicht verkehrt, wenn es ihnen zum Verzehr gereicht würde.

Gummibeerensaft aus Die Gummibärenbande

Das Gesöff, das Miraculix zusammenbraut, ist heute nicht mehr gefragt. Römische Legionäre müssen nicht mehr aus Gallien vertrieben werden. Der Saft aus Gummibeeren hingegen lässt einen nicht nur vor Freude hüpfen. Er hilft auch gegen die Herrschaftsfantasien von machthungrigen Herzogen und deren Monsterarmeen. Kann man immer brauchen.