Diese Fehler darfst du beim WG-Casting auf keinen Fall machen

Bild: Nadine Platzek / photocase.de

Nutella aus einem gemeinsamen Glas löffeln – das geht erst, wenn man sich sehr gut und lange kennt. Bild: Nadine Platzek / photocase.de

Du stellst dich in einer neuen WG vor, hast deinen besten Pulli rausgesucht und dir sogar die Haare gewaschen. Diese Fehler könnten dir jetzt trotzdem noch alles versauen.

Bei der WG-Suche kommt es nicht unbedingt aufs Aussehen oder den Konto-Auszug an – sondern viel mehr darauf, was du sagst und tust.

Dazu gehört nicht nur so offensichtliches wie „Darf ich vorstellen: meine Vogelspinne!“, „Kann sein, dass Moskau Inkasso mal vorbeikommt“, „Zur Einweihung lade ich die Jungs aus der Burschenschaft ein“ und „Ach, das ist nur die Salbe gegen meinen Pilz“, sondern auch vermeintlich Unverfängliches. Aber keine Sorge, hier kommt Hilfe.

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1. Jemanden mitbringen

Gif: Giphy.com
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Fein, du bist also in einer Beziehung und das darf ruhig jeder wissen. Daran ist auch nichts Schlimmes. Wenn du jedoch in eine WG einziehen willst und deine künftigen MitbewohnerInnen dich kennenlernen wollen, solltest du besser nicht im Doppelpack erscheinen und die partnerschaftliche Symbiose mal kurz unterbrechen. Erstens wirkt das so, als würde dein Partner mit einziehen. Und zweitens wollen sie eine Chance haben, herauszufinden, wer DU bist.

2. Talente vorführen

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Natürlich willst du dich von anderen Bewerbern absetzen und im Gedächtnis bleiben. Zu Recht. Heutzutage sind WG-Zimmer begehrt und umkämpft. Das allerdings rechtfertigt keine zwanzigminütige Jonglier-Performance in der Küche oder einen halbstündigen Lyrik-Vortrag. Es reicht wirklich, deine Hobbys kurz zu erwähnen.

3. Bitterböse Witze machen

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Humor verbindet, das ist klar. Und das eine oder andere Scherzchen lockert besonders am Anfang die Stimmung auf. Allerdings solltest du nicht direkt deine finstersten Witze rausholen. Wenn man sich noch nicht kennt, lässt sich schwarzer Humor oft nicht so gut einschätzen. Im Zweifel verstörst du deine potenziellen MitbewohnerInnen und das war’s dann.

4. Zu viel Intimes preisgeben

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Wer zusammen wohnen will, sollte wissen, woran er oder sie ist. Darum ist es auch sinnvoll, ein paar private Dinge über dich zu erzählen. Aber du solltest dir zu intime Details (Lieblingsstellung, Geräuschpegel beim Sex, sonstige Vorlieben) einfach verkneifen. Das Meiste davon geht niemanden was an und spielt auch keine Rolle; alles andere wird deine Bald-WG noch früh genug herausfinden.

5. Dogmatisch sein

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Du hast Prinzipien, denen du treu bleibst? Super! Allerdings solltest du sie beim WG-Casting nicht unbedingt wie eine Standarte vor dir her tragen. Es ist in Ordnung zu erwähnen, dass du katholisch bist, vegan lebst und Schokolade verabscheust. Aber der WG schon beim ersten Treffen getrennte Kühlschränke und ähnliches vorzuschlagen, kann dich das Zimmer kosten.

6. Einschleimen

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Selbstverständlich willst du dich von deiner besten Seite zeigen. Aber ein permanentes, willkürliches Komplimente-Feuerwerk und gekünsteltes Lachen sorgen lediglich dafür, dass du arg unauthentisch rüberkommst. Ehrlich: Menschen spüren, wenn jemand sich einschleimt.

7. Nur von der Arbeit oder Uni reden

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Sicher, du freust dich über deinen Job oder deinen Studienplatz und er ist garantiert eine großartige Chance – Glückwunsch, by the way – aber es gibt doch sicher noch mehr, was dich ausmacht, oder? Wer dauernd nur über die Arbeit oder Uni spricht, kann verbissen und arrogant wirken. Und mit so jemandem würdest du doch auch nicht leben wollen.

8. Lügen

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Okay, du magst in deinem Leben ein paar unvorteilhafte Dinge getan und erlebt haben oder aus einem langweiligen Kaff stammen. Aber in der Bewerbungs-Mail etwas komplett anderes schreiben, als du beim Casting erzählst, geht garantiert nach hinten los. Denn wer in seiner Biografie schon lügt, sagt auch bestimmt bei der Frage „Wer hat das letzte Klopapier benutzt?“ nicht die Wahrheit.

9. Heftig Flirten

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Lebensfreude und Charme sind das Eine – plumpes, übergriffiges Verhalten das Andere. Wenn du deine künftigen MitbewohnerInnen ungeniert anbaggerst, um dir dadurch einen Vorteil zu verschaffen, kann es für sie schnell unangenehm und bedrängend sein und für dich das WG-Aus bedeuten.

10. Klammern

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„Ich will am liebsten ganz viel Zeit mit euch verbringen!“ mag in deinen Ohren nach Aufgeschlossenheit, Interesse und Freundlichkeit klingen – bei deinen künftigen MitbewohnerInnen wahrscheinlich eher so, als hättest du keine Freunde und würdest ihnen ständig auf die Pelle rücken. Du musst es nicht extra erwähnen, Freundschaften in WGs entwickeln sich automatisch.

11. Den anderen die Kekse wegessen

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Da steht ein Teller mit Keksen oder Schokolade auf dem Küchentisch? „Großartig!“ denkst du und langst kräftig zu. Gegen einen herzhaften, gesegneten Appetit ist im Grunde überhaupt nichts einzuwenden – wenn du dich aber so wenig im Griff hast, dass für die anderen nichts mehr übrig bleibt, sieht’s schlecht aus.

Aber der einzig wahre und wichtigste Tipp:

Sei einfach du selbst und bleibe entspannt. Es ist wie in der Liebe: Die Richtigen nehmen dich so, wie du bist.

Und welche Dinge würdest du bei einem Casting in deiner WG auf keinen Fall hören oder sehen wollen?