Diese Fotos zeigen, wie ästhetisch Sport aussehen kann

Bei den Siena International Photo Awards 2017 werden unter anderem Fotos prämiert, die verschwitzte Gesichter und schmerzverzerrte Körper zeigen.

Sport macht selten Spaß, ist immer anstrengend, tut meistens weh und stinkt. Das sagen zumindest diejenigen, die keinen Sport machen. Für sie, deren maximales Wohlfühllevel nur durch Nichtstun zu erreichen ist, klingt Sport nach Folter und ist ausschließlich im Fernsehen angenehm.

Wer schon mal eine Olympiade mitverfolgt hat, kennt sie: Die schmerzverzerrten Gesichter, wenn sich jemand die letzten Meter ins Ziel presst oder mit gefletschten Zähnen und aufgepumpter Halsschlagader Anlauf zum Weitsprung nimmt. Ehrgeiz sieht dabei selten schön aus.

Den hässlichen Ehrgeiz schön machen

Dann gibt es die Fotograf*innen. Sie stehen bei den Sportevents an der Seite und halten ihre Linse auf die Sportler*innen. Oder sie sitzen im Publikum in der Hoffnung einen erinnerungswürdigen Moment einzufangen und den hässlichen Ehrgeiz ins Schöne zu transformieren. Auch Sport-Fotograf*innen können sich mit den Besten ihres Fachs messen. Bei den Siena International Photo Awards 2017 zum Beispiel, wo es neben neun anderen auch eine eigene Kategorie für Sportfotos gibt.

[Außerdem auf ze.tt: Wie Sport uns schlauer macht]

Insgesamt wurden bei dem diesjährigen Wettbewerb mehr als 45.000 Fotos von Fotograf*innen aus 161 Ländern eingereicht. Für das beste Sportfoto wählte eine Fachjury Tim Clayton aus den USA. Er fotografierte das UK-Team der Männer in der Radrenndisziplin Mannschaftsverfolgung, während es bei den Olympischen Spielen 2017 in Rio de Janeiro mit neuer Weltrekordzeit ins Ziel fuhr. Platz zwei ging an den Australier Jason O’Brien, der den französischen Tennisspieler Gaël Monfils im Flug zum heiß ersehnten Ball bei den Australian Open in Melbourne ablichtete.

Richtig fotografiert können Menschen beim Sport also auch eine beeindruckende Ästhetik haben. Daher verzichten wir dieses Mal auf die Fotos der restlichen Kategorien und bewundern stattdessen nur die Menschen beim Sporteln. Von Surfern, die mit Wellen kuscheln, von Usain Bolt, wie er über die Rennbahn schwebt, oder einem Kletterer, der auf einem einsamen Eisberg klebt. Und wer sich die Mimik der Sportler*innen genau ansieht, erkennt auch die ein oder andere aufgepumpte Halsschlagader.