Diese Frau beweist ihrem Ex, dass sie sehr wohl 19.000 Kilometer Motorrad fahren kann

Von Alaska nach Panama mit dem Motorrad: „Das würdest du nicht schaffen“, sagte Nikki Misurellis damaliger Freund. Sie machte Schluss, packte ihre Sachen und fuhr los.

Nikki Misurelli doesn't give a damn. Screenshot: alaskamotogirl/Instagram

Über 19.000 Kilometer sind es von Alaska nach Panama. Wer diese Distanz mit dem Motorrad zurück legt, muss durch alle Wetterlagen: Schnee, Wind, Regen, Sonne. Nikki Misurellis damaliger Freund wollte dieses Abenteuer wagen. Als sie ihn fragte, ob sie mitkommen könnte, antwortete er ihr, dass dieser Trip nur was für echte Männer sei. Er sei zu gefährlich und intensiv für eine Frau. „Er sagte zu mir: ‚Das würdest du vermutlich nicht schaffen'“, erzählte Misurelli The Independant. Als ihr bis-dato Freund diese Zweifel äußerte, wurde es Zeit für die 30-Jährige, mal wieder ihren Facebookbeziehungsstatus zu ändern – und ihm das Gegenteil zu beweisen.

Die US-Amerikanerin legte die 19.000 Kilometer fast ohne Pause zurück. Seitdem hat sie das Reisefieber gepackt. Sie verkaufte ihren wenigen Besitz, holte sich das Geld aus ihrer Rentenversicherung und lebt seitdem on the road. Mit ihrem Sportbike reist sie um die ganze Welt. Zuletzt hat sie in Europa 8.800 Kilometer zurückgelegt, die Reise führte sie über Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, Österreich und Slowenien.

„Viele Leute denken, ich wäre reich. Dabei ist das gar nicht wahr“, erzählte sie The Independent. „Es ist erstaunlich, wie wenig man eigentlich zum Leben braucht.“ Für ihre Reisen braucht sie nicht mehr als Zelt, Hängematte, Schlafsack und ein paar Klamotten. Zwischen ihren Trips arbeitet sie, etwa als Kellnerin oder auf dem Bau.

Misurelli ist nicht anspruchsvoll, was Unterkunft und Verpflegung angeht. Wenn es sich ergibt, schläft sie in Hostels oder in Privatwohnungen, die sie via Airbnb findet. Aber sie hat auch schon bei Wind und Regen in den Bergen gecampt oder in einem italienischen Autobahntunnel geschlafen. Einsam fühlt sie sich quasi nie. Wenn sie das Bedürfnis nach Unterhaltung hat, geht sie einfach in die nächste Tankstelle und plauscht eine Runde mit dem Tankwart. Das reiche oft schon, um ihre Laune zu heben, so Misurelli.

Ob sie dabei je ein mulmiges Gefühl gehabt hätte? Selten. „Schlechte Dinge können einem überall auf der Welt passieren, aber es gibt auf der Welt mehr gute als schlechte Menschen.“

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Misurelli betrachtet sich selbst als eine Art Frauenreisebotschafterin: „Ich will, dass Frauen weltweit raus gehen und anfangen, zu reisen.“ Für sie steht jetzt erstmal Arbeiten an. Geld zusammentreiben für die nächste Reise – am liebsten würde sie in sechs Monaten einen Trip durch Nordafrika und den Mittleren Osten starten.