Diese Karte zeigt, welche Länder die meisten Geflüchteten aufnehmen

Jede Minute müssen 20 Menschen ihre Heimat verlassen. Sie flüchten vor Kriegen, Unterdrückung, Hunger. Ein Bericht der UN zeigt, in welchen Ländern sie Asyl finden. 

Die Karte zeigt, welche Länder im Jahr 2016 wie viele Geflüchtete aufgenommen haben (absolute Zahlen). Je größer der Kreis, desto größer die Zahl. © UNHCR

Es ist ein undankbarer Job, den Filipo Grandi bei der UN hat. Der Italiener ist seit einem Jahr Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) – und muss gleich im ersten Amtsjahr eine traurige Botschaft überbringen.

Im Jahr 1951 begann die UN, Zahlen zu Geflüchteten zu erheben. Seitdem waren noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie im vergangenen Jahr. Das geht aus dem Bericht des UNHCR hervor, den er heute in Genf vorgestellt hat. Hier sind die wichtigsten Zahlen aus dem 72-seitigen Papier.

Wo kommen die Geflüchteten her?

Die Grafik zeigt, aus welchen Ländern die meisten Geflüchteten stammen.

Welche Länder bringen die meisten Geflüchteten unter?

Archivbild des Lagers Satari in Jordanien. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2013. Damals lebten 115.000 Menschen in dem Lager. © AFP PHOTO/MANDEL NGAN/POOL

Der Bericht liefert zwei Arten von Zahlen: absolute und relative. Folgende Karte zeigt in absoluten Zahlen, welche Länder im vergangenen Jahr die meisten Geflüchteten aufgenommen haben.

Diese Karte zeigt in absoluten Zahlen, welche Länder im vergangenen Jahr die meisten Geflüchteten aufgenommen haben. © UNHCR

An der Spitze der Liste liegt die Türkei, gefolgt von Pakistan und dem Libanon. Deutschland ist auf Platz acht.

Aussagekräftiger sind jedoch relative Zahlen. Sie setzen die Zahl der Geflüchteten ins Verhältnis zur Einwohnerzahl. Sie machen deutlicher, wie viel das jeweilige Land leisten muss, um Geflüchtete aufzunehmen. In dieser Liste liegt der Libanon auf dem ersten Platz. Auf 1.000 Einwohner*innen kommen mehr als 160 Geflüchtete. Anders gesagt: Dort ist jede*r sechste ein*e Geflüchtete*r. Deutschland taucht in dieser Liste nicht mehr unter den ersten zehn auf, dafür aber Schweden.


Den vollständigen Bericht mit vielen interaktiven Grafiken findet ihr hier.