Diese Rapperin schafft mehr Platz für Frauen und Homos im deutschen Hip-Hop

Mit ihrer Musik kämpft Sookee gegen Sexismus und Homophobie – und bringt diese Themen in den deutschen Hip-Hop. Dabei stand sie sich lange selbst im Weg.

Sookee ist 33, lebt in Berlin und heißt eigentlich Nora Hantzsch. Sie macht seit über zehn Jahren Hip-Hop. 2008 wurde sie durch ihr Studium zu dem, was sie heute ist: eine Frau, die sich mit ihrer Musik gegen Sexismus, Homophobie und Rassimus in unserer Gesellschaft richtet.

Das war nicht immer so. Die Rapperin durchlebte eine Phase, in der sie selbst Teil des Problems war, sagt sie im ze.tt-Interview. Sie habe sich frauenfeindlich geäußert, dachte, sie müsse sich gegenüber anderen Frauen profilieren. Erst als sie eher zufällig in den Studiengang Geschlechterforschung rutschte, begann sich ihre Einstellung zu wandeln.

Eine Frau kann jemand sein, der mich inspiriert, von dem ich was lernen kann, ein Vorbild sein kann.“

Heute möchte sie mehr Raum für Frauen und die LGBT-Community im Hip-Hop schaffen – einer Szene, in der Homophobie teilweise immer noch Normalität ist, wie sie selbst laufend zu spüren bekommt. Sookee sieht sich als Teil eines Prozesses, der unsere Gesellschaft langsam besser und offener machen wird. In unserem Video erzählt sie, wie uns das gemeinsam gelingen kann.


Sookees aktuellstes Album ist Mortem & Makeup, hier eine Hörprobe:

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