Diese unterschätzten Serien retten dein Wochenende

Streaming ist das neue Fernsehen, und das Angebot an Serien fast unüberschaubar. Natürlich ist nicht jede Serie „Breaking Bad“, „Game of Thrones“ oder „American Horror Story“ – aber viele hätten das Zeug dazu, genauso erfolgreich zu sein.

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Auf die Plätze ... fertig ... binge watching! © dpa

Ray Donovan

Für Fans von: „Breaking Bad“, „Better Call Saul“

Schlitzohr Ray Donovan (Liev Schreiber) hat es nicht leicht: Gerade hat er sich als „Problemlöser“ für die Reichen und Schönen in L.A. etabliert, da wird sein schwerkrimineller Vater Mickey (Jon Voight) aus dem Gefängnis entlassen und stellt alles auf den Kopf.

Ab diesem Moment kämpft Ray gegen seine traumatische Vergangenheit und für den Erhalt seiner Familie. Dass er selbst nicht gerade eine blütenreine Weste hat, macht die Sache natürlich nicht leichter – Walter White lässt grüßen. „Ray Donovan“ ist durch und durch stark besetzt, aber das komplexe Zusammenspiel von Schreiber und Voight stiehlt regelmäßig die Show. Selten war eine zerrüttete Vater-Sohn-Beziehung glaubhafter oder spannender.

„Ray Donovan“ läuft mittlerweile erfolgreich in der dritten Staffel, eine vierte ist bereits bestellt.

Ray Donovan gibt es unter anderem bei Netflix, Amazon und iTunes

Rectify

Als Jugendlicher wird Daniel Holden (Aden Young) für die Vergewaltigung und Ermordung seiner Freundin zum Tode verurteilt. Erst nach 19 Jahren in der Todeszelle beweist eine DNA-Analyse seine Unschuld. Dennoch wird er bei der Rückkehr in seine Heimatstadt Paulie nicht überall mit offenen Armen aufgenommen.

„Rectify“ ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die sich Zeit nimmt, nichts beschönigt und komplexe moralische Fragen stellt. Die Frage, wer tatsächlich für den Mord an Holdens Jugendliebe verantwortlich ist, steht dabei ebenso im Fokus wie seine Versuche, sich ein normales Leben aufzubauen. Wer von seinen Serien mehr will als nur etwas abendliche Zerstreuung, ist hier bestens bedient.

„Rectify“ umfasst bis jetzt 22 einstündige Folgen, die sich auf drei Staffeln verteilen. Im Herbst 2016 wird es eine finale vierte Staffel geben.

Die bisherigen Folgen von Rectify gibt es unter anderem bei Amazon, iTunes und Sky Online.

Silicon Valley

Für Fans von: „The Big Bang Theory“

Die beliebte Sitcom „The Big Bang Theory“ hat die Nerdkultur cool gemacht. Oft wird die Serie aber auch dafür kritisiert, Klischees zu bedienen und Vorurteile zu bestätigen.

Die halbstündige Comedy-Serie „Silicon Valley“ gibt da schon einen ausgewogeneren Einblick in die Welt der Geeks und Nerds. Die Serie folgt dem Werdegang von sechs authentisch schrulligen IT-Cracks, die mit ihrem Start-Up aufs Ganze gehen. So entsteht ein Bild der Gründerszene im Silicon Valley, das nicht nur brüllend komisch ist, sondern obendrein auch noch erstaunlich realistisch.

Drei Staffeln „Silicon Valley“ gibt es bereits, eine vierte ist für 2017 bestätigt.

Silicon Valley gibt es unter anderem bei Maxdome und Amazon.

Blindspot

Für Fans von: „The Black List“, „Person of Interest“

Schauspielerin Jaimie Alexander ist bekannt als Lady Sif aus Marvels „Thor“-Filmen. Viele hätten sie auch gern als „Wonder Woman“ gesehen. Im Crime Drama „Blindspot“ spielt sie nun eine junge Frau, die auf dem New Yorker Times Square aufgegriffen wird – nackt, ohne Gedächtnis, dafür aber bedeckt mit frischen Tätowierungen, die Hinweise auf eine kriminelle Verschwörung liefern. Man kennt das ja.

Ein innovatives Konzept, ein charismatischer Cast und eine abwechslungsreiche erste Staffel machen Lust auf mehr. Und Power-Frau Alexander bleibt uns erhalten: Eine zweite Staffel ist bereits in der Mache.

Die erste Staffel Blindspot mit 23 45-minütigen Folgen gibt es unter anderem bei Maxdome, iTunes und Amazon.

Black Mirror

Für Fans von: „American Horror Story“, „Mr. Robot“

Die britische Anthologie-Serie „Black Mirror“ vermischt Sci-Fi, Mystery und Gesellschaftskritik zu einem faszinierenden Cocktail. Jede der einstündigen Folgen spielt in ihrer eigenen Welt und wartet mit einer ureigenen Prämisse auf. In einer Episode findet etwa die Bestrafung von Kriminellen im Reality TV statt. In einer anderen muss ein hochrangiger Politiker entscheiden, ob er ein Sex-Video dreht und seine Karriere aufs Spiel setzt, um so das Leben einer Geisel zu retten.

Der Clou: Keines der verstörenden Konzepte aus „Black Mirror“ erscheint ganz und gar unglaubwürdig. Einige könnten sogar eher früher als später Realität werden. Das ist es, was den Suchtfaktor der Serie ausmacht.

Aktuell hat Black Mirror zwei Staffeln mit jeweils drei Folgen und ein Weihnachts-Special zu bieten. Eine dritte Staffel, die ganze 12 Episoden umfassen wird, wurde 2015 von Netflix in Auftrag gegeben. Dort ist „Black Mirror“ aktuell auch im Programm.

The Strain

Für Fans von: „The Walking Dead“, „Penny Dreadful“

Die Horror-Serie “The Strain“ basiert auf einer Roman-Trilogie von Kult-Regisseur Guillermo del Toro und Co-Autor Chuck Hogan.

Hier wird die Menschheit von einer plötzlichen Vampir-Epidemie bedroht. Und diese Vampire sind nicht sexy; sie sind ekelerregende, blutdürstige Bestien – und als Gegner viel interessanter als hirnlose Zombies. Dieser Bedrohung gegenüber steht Dr. Ephraim Goodweather (Corey Stoll). Mit seinem Team vom Center for Disease Control kämpft er verzweifelt gegen die Ausbreitung der Seuche. Und dieser Kampf wird von Folge zu Folge intimer, härter und dreckiger. Der Wettlauf mit dem Virus wird selbst den abgebrühtesten Serien-Junkie zum Nagelkauer machen.

„The Strain“ umfasst bisher zwei Staffeln mit je 13 45-minütigen Episoden, eine dritte Staffel läuft im Sommer 2016 an. The Strain gibt es unter anderem bei Maxdome, iTunes und Amazon.

Utopia

Für Fans von: „Lost“, „Heroes“

Dreh- und Angelpunkt der britischen Mystery-Serie „Utopia“ ist der Kult-Comic „The Utopia Experiment“. Angeblich sagt er zuverlässig die Zukunft voraus. Nun wollen fünf Fans herausfinden, ob an der urbanen Legende was dran ist, und verstricken sich dabei in einem Netz aus Verbrechen, Verschwörungen und bizarren Vorfällen.

Die Serie gestaltet sich ähnlich vielschichtig und geheimnisvoll wie etwa „Lost“ oder „Heroes“. Bedingt durch die für britische Serien typische kurze Staffellänge wird „Utopia“ aber stringenter erzählt. Und aufgeworfene Fragen werden tatsächlich beantwortet.

Utopia umfasst zwei Staffel mit je sechs einstündigen Folgen und ist abgeschlossen. Die Serie steht zum Binge Watching unter anderem bei Amazon, Maxdome und Watchever zur Verfügung.