Dieser Coming-out-Kurzfilm bringt reihenweise Menschen zum Heulen

Taschentücher bereithalten: Filmstudierende aus Florida haben einen wunderschönen Kurzfilm gedreht.

"Dieser Film bedeutet uns alles." © Screenshot In a Heartbeat Animated Short Film

Ende 2016 wandten sich Elizabeth David und Esteban Bravo an die Öffentlichkeit und baten um Unterstützung. Sie wollten ihr Abschlussprojekt am Ringling College of Art and Design professionell umsetzen und brauchten dafür vor allem Geld.

Für die beiden handelte es sich nicht nur um ein Abschluss-, sondern um ein Herzensprojekt. „Dieser Film bedeutet uns alles. Wir wollen Liebe und Akzeptanz für alle Menschen nach draußen tragen“, sagen sie im Video. Die beiden Studierenden aus Sarasota im US-Bundesstaat Florida gründeten darum eine Kickstarter-Kampagne.

Elizabeth David und Esteban Bravo pitchen ihre Filmidee. © Screenshot: Kickstarter

Fünf Millionen Aufrufe

Innerhalb von vier Wochen kamen mehr als 14.000 US-Dollar für ihr Projekt zusammen. Mehr als 400 Menschen spendeten. Am 31. Juli war es dann so weit, In a Heartbeat – Animated Short Film ging online und brachte das Internet zum Heulen und Dahinschmelzen. Über 5 Millionen Aufrufe und 617.087 Likes hat der Film bisher, in den sozialen Medien wird er gefeiert. Viele fühlen sich selbst angesprochen und sind froh, dass endlich jemand ihre Geschichte erzählt. Andere sind einfach von der herzerwärmenden Liebesgeschichte begeistert.

Der Kurzfilm dreht sich um einen Jungen, dessen Herz ihn auf dem Schulhof outet. „Der ursprüngliche Vorschlag war eine Geschichte zwischen einem Jungen und einem Mädchen“, sagte Elizabeth NBC News. Als sie sich für zwei Jungen entschieden, begann die Idee Form anzunehmen und beide erkannten, dass etwas Besonderes entstehen könnte.

Ihr Ziel war es, einen Film zu machen, den sie selbst gerne als Kinder gesehen hätten. Es passiere viel zu selten, dass in Animationsfilmen ein LGBT-Charakter im Mittelpunkt steht. Gerade aber bei Animationsfilmen, die besonders oft auf Kinder ausgerichtet sind, sei das wichtig, sagte Esteban.

Viele Fans fordern nun, dass aus dem Kurzfilm ein Spielfilm entstehen soll:

„Wir verkörperten unsere Charaktere und sie verkörperten uns“, erklärt Esteban. „Unsere Geschichte wurde in einer Weise zu ihrer. Nachdem wir den Film gemacht hatten, fühlte es sich an, als hätten wir einen Brief an unser vergangenes Ich geschrieben.“