Dieser Halbmond auf einem Berggipfel regt wandernde Schweizer auf

Ein Schweizer Künstler hat auf dem Gipfel der Freiheit in den Appenzeller Alpen einen gigantischen Halbmond aufgestellt – als Kontrast zu den omnipräsenten Gipfelkreuzen. Das erregt die Gemüter.

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Halbmond statt Gipfelkreuz: Skandal! © Twitter @leichtgedacht

Einen Berg zu besteigen, ist nicht leicht. Der Berg Freiheit in der Schweiz, zum Beispiel, ist über 2000 Meter hoch. Wer es geschafft hat, wird bei gutem Wetter mit einer super Aussicht belohnt. Und mit dem Gipfelkreuz – jedenfalls im alpinen Raum. Das markiert den Gipfel und zeigt auf wenig subtile Weise: Gott begleitet dich.

Seit kurzem sagt ausgerechnet der Gipfel der Freiheit: Der sunnitische Islam begleitet dich – denn den symbolisiert der Halbmond für viele.

Auf der Freiheit wurde ein großer Halbmond aufgestellt – mitsamt Solarzellen, damit er in der Nacht leuchten kann. Geplant und durchgeführt hat die Aktion der Künstler Christian Meier, der selbst überzeugter Atheist ist. Laut Watson fielen ihm bei einer Wanderung die Gipfelkreuze auf. Dadurch kam ihm die Idee, einen Kontrast zu setzen.

„Ja, lack du mir am Chöpli“ müssen sich da einige Wanderer gedacht haben – ein islamisches Symbol auf einem Schweizer Berg, das geht doch nicht. Ein Schweizer Nachrichtenportal zitiert einen Wanderer, der für die Aktion keinerlei Verständnis hat: “Ich begreife nicht, welchen Zweck dieser drei Meter hohe beleuchtbare Halbmond erfüllen soll und ich verstehe auch nicht, wie man einen Berg derart entstellen kann.” Laut des Nachrichtenportals VOL sehen viele Menschen es als „Frechheit“ an, den Gipfel so zu verunstalten. Auf einem Berg habe ein Gipfelkreuz zu stehen.

Der Mond muss weg

Sicher ist: Der Mond wird untergehen. Weder Polizei noch Behörden wurden über die Aktion informiert – sie wurden erst durch aufgebrachte Wanderer darüber informiert. Nach Rücksprache mit Meier muss der Mond nun innerhalb einer Woche wieder abgebaut werden.

Übrigens kann der Halbmond auch als christliches Symbol gedeutet werden: Er steht gelegentlich auch für den Planeten Venus, dem wiederum Weiblichkeit, und mit dem als Morgen- oder Abenstern Maria, die Mutter Jesu assoziiert ist.