Dieser Typ hat seinen Job gekündigt und jagt stattdessen Pokémon

Tom Currie zieht es durch: Er ist losgezogen, um sie alle zu schnappen.

© Screenshot Instagram | Tom Currie

Tom Currie (l.) und Pikachu ziehen gerade durch Neuseeland. © Screenshot Instagram | Tom Currie

Er lebt den feuchten Traum eines jeden Pokémon-Fans. Er reist durchs Land, um alle 151 Pokémon zu jagen. Tom macht den Ash: Er will der Allerbeste sein, wie keiner vor ihm war.

Der 24-Jährige aus Auckland hat mal eben die Reisleine gezogen und seinen Job gekündigt, um ein Vollzeit-Pokémon-Jäger zu werden. Zwei Monate lang wird er durch Neuseeland reisen. Er buchte 20 Busreisen, hat bereits sechs Städte besucht, seit das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ vergangene Woche veröffentlicht wurde – wir berichteten.

„Ich wollte ein Abenteuer“, sagt er im Interview mit dem Guardian. „Ich arbeitete sechs Jahre lang und wollte unbedingt eine Auszeit. Und Pokémon gab mir die Chance, diesen Traum zu leben.“

Also macht er sich jetzt jeden Morgen auf, um zu jagen. Bisher habe er schon über 700 Pokémon gefangen und 91 Pokédex-Einträge, darunter auch seltene Exemplare. Schlafen könne er besonders gut, weil er jeden Tag so viele Kilometer laufe.

Die krasseste Erfahrung machte er in dem Städtchen Christchurch, das eine Art Hotspot für Pokémon-Jäger wurde, wie er berichtet.

„Wir waren dort ungefähr 100 Leute, die jagten. Einige dieser Menschen sind normalerweise nur Zuhause und ziemlich introvertiert“, sagt er. Die Pokémon-Jagd bringe diese Leute ironischerweise raus in die reale Welt. „Es war eine ziemlich geschäftige Atmosphäre, wer ein Pokémon entdeckte, hat sofort die Menge alarmiert.“

Tom reist günstig. Er schläft bei Freund*innen auf dem Sofa oder in Hostels. In Neuseeland interessiert sich auch das lokale Fernsehen für seine Reise:

Tom entdeckt während seinen Reisen neue, interessante Orte. Vor seiner Kamera-Linse sind also hin und wieder auch echte Lebewesen.

Sein Endziel ist, Mewto zu fangen, das Pokémon mit der Nummer 150. Ob er jemals wieder arbeiten möchte, ist nicht bekannt.