Drei Rezepte, mit denen du als Veganer*in auf Festivals satt wirst

Auf Festivals gibt’s auch immer mehr vegane Gerichte. Viel zu oft allerdings umfasst das Angebot vor allem fettiges Fleisch und noch fettere Preise. Hier kommen Ideen und Rezepte für alle, die sich auch auf Festivals vegan ernähren wollen, ohne nach drei Tagen pleite zu sein.

© Mona Ruzicka

Du willst dich auf Festivals vegan ernähren und Geld sparen? Das geht. © Mona Ruzicka

Die Grundlage

Um eine gute Basis für ein durchtanztes Wochenende zu schaffen, gehören kohlenhydratreiche Grundnahrungsmittel in euren Festivalrucksack. Zum Beispiel: Brot, Couscous, Nudeln und Müsli. Da Ballaststoffe länger satt machen, nehmt ihr am besten Brot und Müsli mit, das aus Vollkorn ist oder Nüsse und Kerne enthält.

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Haltbare Zutaten

Gemüse aus der Dose oder im Glas hält auch bei hohen Temperaturen und lässt sich gut mit den Grundnahrungsmitteln kombinieren. Schnell zu einem proteinreichem Chili sin Carne gemischt sind: Mais, Bohnen und gehackte Tomaten. Wer noch kleine Ecken im Festivalrucksack frei hat, besorgt sich einen kleinen gemischten Gewürzstreuer oder nimmt Chilischoten mit. Oliven und getrocknete Tomaten aus dem Glas eignen sich als Snack zwischendurch, mit Couscous und anderem Gemüse vermengt entsteht ein leckerer Couscous-Salat. Wenn verkatert gar nichts mehr geht – Apfelmus löffeln!

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Aufstriche sind Allrounder

Wahre Lebensretter auf Festivals sind Aufstriche. Morgens bringt dich ein Brot mit Erdnussbutter und Marmelade wieder auf die Beine und auch zwischendurch ist eine Stulle schnell geschmiert. Außerdem kannst du Aufstriche für Nudeln wie Pesto verwenden.

Apfel statt Pfirsich

Achte bei frischem Obst und Gemüse darauf, dass es nicht druckempfindlich ist. Äpfel, Karotten und Zucchini halten einiges aus. Avocados kaufst du am besten, wenn sie noch recht hart sind. So erreichen sie unbeschadet das Festivalgelände und können nach ein bis zwei Tagen Reifezeit als leckerer Brotbelag oder Guacamole dienen. Wenn du mit dem Auto anreist, kannst du in einer Kühltasche auch Paprika, Gurke oder Wassermelone mitnehmen. Festival-Dauerbrenner sind Bananen – sie enthalten viel Magnesium, was Muskelkrämpfe vorbeugt. Als kleine Snacks für zwischendurch eignen sich auch Müsli- und Fruchtriegel, Nüsse, getrocknete Früchte, vegane Kekse, Traubenzucker, Reiswaffeln oder einzeln verpackte Würstchen aus Soja oder Seitan.

Bier geht immer

Beim Trinken gilt: nur mitnehmen, was haltbar ist. Pflanzenmilch für das Frühstück hält ungeöffnet auch ein paar warme Tage durch. Kaffee oder Eistee kannst du in Pulverform mitnehmen und vor Ort mit Leitungswasser mischen – vorher besser immer noch mal abklären, aus welchem Schlauch das trinkbare Wasser kommt. Ansonsten unbedingt genug Wasser mitnehmen und mindestens 1,5 Liter am Tag trinken – nein, Bier zählt nicht. Immerhin ist deutsches Bier laut Reinheitsgebot vegan. Veganen Wein, der nicht mit Gelatine geklärt ist, gibt es in vielen Biomärkten.

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Drei vegane Rezepte

Natürlich kann man sich drei Tage lang von Brot und Müsli ernähren, aber die ein oder andere warme Mahlzeit baut dich richtig auf. Voraussetzungen sind ein Campingkocher mit Topf und genügend Gaskartuschen. Dafür hier drei einfache vegane Rezeptideen, die du leicht abwandeln kannst.

1. Süßer Couscous mit Cranberries und Apfelmus

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Du nimmst für zwei Personen circa eine Tasse Wasser und eine Tasse Couscous. Bringe das Wasser zum kochen, vermenge den Couscous mit einer Hand voll getrockneter Cranberrys und gieße das Wasser dazu. Decke den Topf ab und lasse den Couscous fünf Minuten ziehen. Ist der Couscous noch zu hart, gieße ein bisschen Wasser dazu. Wenn der Couscous weich ist aber noch ein bisschen Biss hat, ist er fertig. Oben drauf kommt eine ordentliche Ladung Apfelmus und je nach Verfügbarkeit geschnittenes Obst, Nüsse oder Datteln.

2. Chili sin Carne

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Ein Gericht mit minimalem Aufwand – du mischst eine Dose Mais, eine Dose Kidneybohnen und ein bis zwei Dosen gehackte Tomaten und erhitzt alles. Gegebenenfalls kommen noch Gewürze wie Salz oder Chili dazu. Das Ganze zehn Minuten köcheln lassen und nach Belieben mit Sojagranulat, geschnittenem Gemüse oder Tofu ergänzen. Lässt sich super als Beilage zum Couscous oder als Soße für Nudeln verwenden.

3. Mediterraner Couscous-Salat

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Den Couscous wie bei Rezept eins zubereiten, gib, bevor du ihn ziehen lässt, etwas Salz oder andere Gewürze dazu. Schneide die Oliven und getrocknete Tomaten klein, ergänze zum Beispiel eine halbe Dose Mais oder Bohnen und vermenge alles gut mit dem Couscous.

Wer konkrete Produkttipps braucht, findet hier Empfehlungen von der Youtuberin Jess.