Dreijähriger trägt gerne Tutus – seine Mama und das Internet unterstützen ihn dabei

Kleidung hat kein Geschlecht. Wenn ein kleiner Junge Tutus tragen möchte, soll er das dürfen. Das sieht das Internet genauso und zeigt sich solidarisch.

Screenshot: Jen Anderson/ShattuckFacebook

Roo ist drei Jahre alt und trägt gerne Tutus. Screenshot: Jen Anderson/ShattuckFacebook

Roo ist drei Jahre alt. Er spielt gerne mit Spielzeugautos, macht Puzzles und liebt Pflaumen. Und er zieht gerne glitzernde Tutus an. Die hat er bereits selbstbewusst im Supermarkt, in der Kirche und im Sandkasten getragen. Weil er sich darin schön und mutig fühle, sagt er. Seine beiden Mamas unterstützen und fördern den Wunsch ihres Sohnes, sich selbst ausdrücken zu wollen.

Nicht alle sind damit einverstanden. Vergangene Woche wurde Roo und Mama Jen Anderson Shattuck von einem unbekannten Mann im Park beleidigt, weil er seinen Kleidungsstil unpassend fand. Das was Roo und seine Mama da machen, wäre in seinen Augen nicht nur falsch, sondern Kindesmisshandlung. Der Mann begann Fotos von den beiden zu schießen, damit er der ganzen Welt zeigen könne, was für eine schlechte Mama sie sei. Er hörte nicht auf bis Jen die Polizei rufen musste. Seither ist Roo verunsichert und fragt, ob der böse Mann zurückkommen würde.

Seine Mama veröffentlichte die Geschichte auf Facebook – und erntet eine Welle an Solidarität. Unterstützer*innen teilten das Posting bereits mehr als 55.000 Mal und gaben ihm mehr als 93.000 Likes. Die Twitter-Gemeinde ließ nicht lange auf sich warten und machte den Hashtag #TutusForRoo zum Trend. Zahlreiche User zogen sich selbst Tutus über und stellten die Fotos online.

Die Mama aus Massachusetts schreibt in ihrem Facebook-Post weiter, dass sie sich nicht einschüchtern lassen und ihrem Sohn weiterhin erlauben würde, Tutus zu tragen. Wenn er das möchte. „Die Welt liebt meinen Sohn vielleicht nicht so, wie er ist, aber ich tu es.“

Jen veröffentlichte vergangenen Samstag ein weiteres Posting, in dem sie der Online-Community ein großes Danke ausrichtete. „Ich danke euch aus tiefstem Herzen für Eure Liebenswürdigkeit (und für die vielen Fotos von euren Kleider-, Röcke- und Tutu-liebenden Sprösslingen. Sie sind bezaubernd.“ Sie stellt weiter klar, dass es nicht ihre Intention sei, die Meinung ihrer Gegner oder deren Erziehungsmethoden zu ändern. „Mein einziges Ziel ist es, meinen Sohn zu unterstützen“, schreibt sie.