Ein perfekter Tag hat 25 Stunden: Mit diesen Tricks habt ihr plötzlich viel mehr Zeit

Es ist das alte Dilemma: Der Tag hat nur 24 Stunden, aber die To-do-Liste ist schier endlos. Und schlafen will man ja schließlich auch noch ab und zu. Kurzum, Zeit ist knapp. Marsbewohnermüsste man sein, dort ist der Tag rund 40 Minuten länger als auf der guten alten Mutter Erde.

© AlexAlex / photocase.de

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Die Zeit selbst lässt sich aber nicht managen, sie vergeht zur Ewigkeit. Nur sich selbst kann man managen. Also ist der Ansatzpunkt für einen besseren Umgang mit der Zeit immer das Selbstmanagement.

Der Karriere-Blog „PayScale“ hat die erfolgsversprechendsten Tricks dafür zusammenzutragen. Holt euch einfach eine Stunde am Tag zurück und macht damit, was ihr wollt.

Verfolgt genau eure Zeit

Eine der besten Methoden sich einen genauen Überblick darüber zu machen, wofür die meiste Zeit eigentlich wirklich draufgeht, ist zugleich auch eine der einfachsten: Führt ein Protokoll! Mal einen ganzen Tag lang alles aufschreiben, was ihr so macht und vor allem wie lange. Wer es schafft, sollte dies sogar über eine Woche versuchen. Aber immer schön ehrlich sein! Selbst wenn man nur für eine einzige Minute auf Facebook geht, sollte das notiert werden. Am Ende ist die Überraschung garantiert groß, wie viele Minuten, wenn nicht sogar Stunden, ihr damit verschwendet habt, sinnlos auf Facebook zu surfen oder zum x-ten Male am Tag E-Mails zu checken.

Bündelt eure Aktivitäten

Was haben die Vorbereitung eines Abendessens und das Schreiben eines Arbeitsberichts gemeinsam? Beides sind Aktivitäten, die von wahren Spaßbremsen erfunden wurden. Es sei denn, man ist Hobbykoch oder leidenschaftlicher Verfasser von Arbeitsberichten.

Habt ihr mal darüber nachgedacht, nervtötende Tätigkeiten irgendwie zu bündeln, damit sie weniger Zeit in Anspruch nehmen? Das schont die Nerven und kostet viel weniger Energie, als wenn man sich immer wieder von neuem aufraffen muss.

Zwei konkrete Beispiele: Checkt und beantwortet eure E-Mails nicht länger einzeln, sondern nur in bestimmten zeitlichen Intervallen alle auf einmal. Oder kocht am Wochenende einfach reichlich auf Vorrat und friert das Essen portionsweise ein, sodass es für mehrere Tage bereits fertig ist. Aber kommt dabei nicht auf die Idee, verschiedene Sachen gleichzeitig zu erledigen. Multitasking können erwiesenermaßen nur die allerwenigsten Menschen.

Macht euch rar

Man erzieht die anderen dazu, wie sie mit einem umgehen. Das geschieht ganz unbewusst, aber sowohl die lieben Kollegen, als auch der Vorgesetzte oder gute Freunde verhalten sich entsprechend. Sogar der eigene Partner.

Wenn ihr also in Ruhe einen netten Abend mit der Familie verbringen wollt, sollte man auf jeden Fall der Versuchung widerstehen, kurz vorher noch einmal seine E-Mails zu checken. Denn ansonsten könnte das lange geplante Abendessen oder das entspannte Beisammensein bereits im Vorfeld scheitern. Die Freizeit sollte immer einem selbst gehören.

Selbstverständlich gibt es Jobs, wo zurecht von einem erwartet wird, rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen. Aber einige von uns neigen schnell dazu, den Druck auf sich selbst zu erhöhen und innerhalb von Sekunden auf alles zu antworten, obwohl die Notwendigkeit dazu eigentlich nicht wirklich besteht. Aber wir haben die anderen dazu indirekt erzogen, so dass sie genau das von uns erwarten. Die Lösung: Ab einer bestimmten Uhrzeit einfach nicht mehr auf E-Mails oder Anrufe reagieren. Ihr werdet sehen, wie schnell sich andere daran gewöhnen und einen in der Freizeit, die nicht umsonst so heißt, auch in Ruhe lassen.

Versteckt das Smartphone

Es ist 22:00 Uhr und ihr wollt wissen, wo sich euer Smartphone befindet? Dumme Frage, wahrscheinlich habt ihr es wie fast immer gerade in der Hand. Genau das ist aber das Problem. Selbst wenn ihr nur auf Twitter unterwegs seid oder ein Online-Spiel zockt, ist man nur einen Klick von der Arbeit entfernt. Nur mal eben auf eine E-Mail schauen und schon ist es vorbei mit dem entspannten Feierabend.

Da hilft selbst ein eiserner Wille manchmal herzlich wenig. Deshalb weg mit dem Ding. Schließlich hängt ihr am Tag sowieso lang genug vor dem Bildschirm, was übrigens auch nicht wirklich gut für die Augen ist.

Macht Urlaub ohne schlechtes Gewissen

Selbst der disziplinierteste Workaholic kommt irgendwann einmal an seine Grenzen und muss den Stecker ziehen. Denn wer weder Urlaub macht noch freie Wochenenden kennt, dessen Produktivität nimmt zwangsläufig peu à peu ab.

Also auf jeden Fall seinen Urlaub nehmen und die Arbeit zuhause lassen. Hütet eure freien Abende oder Wochenende wie einen wertvollen Schatz. Das ist nicht nur in eurem eigenen Interesse, sondern auch das Unternehmen profitiert davon. Gut entspannt lässt sich nämlich deutlich mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen, so dass man am Ende wieder etwas mehr Luft hat. Und zwar für sich selbst.

Von Ralf Balke für Business Insider Deutschland.


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