Neues Hoverboard: Fliegen wird (fast, vielleicht, bald) Wirklichkeit

Am 21. Oktober 2015 düst Marty McFly im Film Zurück in die Zukunft II mit einem Hoverboard durch Hill Valley – die japanische Automarke Lexus stellte jetzt ein schwebendes Skateboard vor, das ebenfalls fliegt.

© Lexus

Das neue Hoverboard von Lexus fliegt mittels Magnetschwebetechnologie © Lexus

„Slide“, so nennt Lexus, die Luxusmarke des japanischen Automobilherstellers Toyota, sein Hoverboard. Lexus entwickelte das noch recht wackelige Magnetschwebeboard zusammen mit dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und dem Dresdner Technologieunternehmen evico.

 Technik

Zunächst muss an diser Stelle das Jubeln wieder eingestellt werden: Man kann nicht einfach aufs Board hüpfen und losfliegen, wie Marty McFly. Das „Slide“ enthält zwei Magneten, in denen flüssiger Stickstoff bei minus 197 Grad Celcius eingelagert ist. Um zu schweben, muss der allerdings alle zehn Minuten nachgefüllt werden und das Hoverboard braucht eine magnetische Umgebung. Schön sieht es aber trotzdem aus: Das Hoverboard ist schlanker als alle zuvor entwickelten Modelle und seine Oberfläche ist mit feinstem Bambusholz versehen.

„Slide“ bewegt sich allerdings nur innerhalb eines Magnetfelds mit einem Untergrund aus Metall, ähnlich wie die japanischen Magnetschwebezüge  MLX01. Einfach über die Bordsteinkante fliegen fällt also auch bei der Entwicklung von Lexus erstmal aus.

Für den werbewirksamen Testeinsatz wurde extra ein spezieller Skatepark in Spanien errichtet. Hier zeigte unter anderem Profiskater Ross McGouran Tricks mit dem Board. Er schwebte über Geländer, Wasserstellen und sprang über eine circa zwei Meter breite Lücke. Auch wenn das im Video futuristisch anmutet, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis sich jeder direkt aus dem Bett aufs Hoverboard schwingen und unter die Dusche düsen kann.