Endlich darf jeder „Happy Birthday“ singen

Ein US-Gericht hat entschieden, dass „Happy Birthday“ ab jetzt gemeinfrei ist und jeder den Song verwenden kann, wann und wie er will. Vorher hatte das Musiklabel Warner circa 5000 Dollar täglich mit dem Song verdient.

So kurz und knapp "Happy Birthday" auch ist – die Rechte an dem Lied haben Millionen eingespielt.

So kurz und knapp "Happy Birthday" auch ist – die Rechte an dem Lied haben Millionen eingespielt.

„Happy Birthday“ durfte bislang nie in einem Film oder bei öffentlichen Events gespielt werden, ohne dass ein Label ordentlich Geld dabei scheffelte: 25 Millionen US-Dollar hat Warner Chappell Music Publishing mit der Vergabe von Lizenzen an dem populären Song verdient. Damit ist jetzt Schluss. Ein Gericht in Los Angeles hat entschieden, dass sämtliche Urheberrechtsansprüche an dem Geburtstagsständchen ungültig sind, wie die L.A. Times berichtet.

Filmemacher hatten bereits 2013 Klage eingereicht, nachdem sie 1500 Dollar an Warner für die Verwendung des Songs in einer „Happy Birthday“-Doku zahlen mussten. Dabei wollten sie ihn nur neun Sekunden lang spielen. Das Gericht hat jetzt entschieden, dass die Rechte nie bei Warner gelegen haben. Das Label hatte die „Happy Birthday“-Rechte 1989 durch den Kauf der kleinen Firma Clayton F. Summy erworben – diese allerdings hätte nie eine rechtmäßige Übereinkunft mit den ursprünglichen Urheberinnen des Liedes getroffen.

In Deutschland ist das Lied ab Ende kommenden Jahres gemeinfrei. Aber wer hat bei der Entstehung des Songs wann wie mitgemischt? Zeit, die Geschichte des bekannten Liedes Revue passieren zu lassen.

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