Erst wurde sie wegen ihrer Hautfarbe gemobbt, jetzt ist sie Model

Women-of-Colour werden häufig diskriminiert, entsprechen nicht dem Mainstream-Schönheitsideal und können sich daher unwohl in ihrer Haut fühlen. Auch Khoudia Diop war mit ihrer Haut unzufrieden – bis sie begann, das als Vorteil zu sehen.

Screenshot: Instagram

Wunderschön! Screenshot: Instagram

Khoudia Diop ist 19 Jahre alt, kommt aus dem Senegal und lebt in Paris. In ihrer Jugend wurde sie wegen ihrer ungewöhnlich dunklen Hautfarbe gemobbt. Doch dann begann sie, ihre Hater selbstbewusst zu konfrontieren und Fotos von sich ins Netz zu stellen. Heute nennt sie sich Melanin-Göttin und lässt sich professionell ablichten. Ihr letzter großer Auftrag war für die Colored Girl-Kampagne – eine Plattform, die Frauen verschiedener Hautfarben fotografiert.

Khoudia lädt ihre Fotos regelmäßig auf Instagram hoch, wo sie mit ihrem Lächeln und ihrer positiven Einstellung überzeugt. Für jedes Foto erntet sie mehrere tausend Likes, mittlerweile folgen ihr mehr als 263.000 Leute.

Auch heute bekäme sie noch unpassende Kommentare von Usern. „Ich habe gelernt, mich selbst zu lieben und negative Menschen zu ignorieren“, sagt sie zu Bored Panda. Mit ihren Fotos möchte sie anderen Menschen helfen, besondere Körpermerkmale zu feiern. „Wenn du das Glück hast, anders zu sein, verändere dich nicht.“

Um den globalen Schönheitsstandards zu genügen, würden Millionen afrikanischer Frauen zu Hautbleichcremes greifen. Das Online-Magazin afrizap schreibt, dass 75 Prozent der nigerianischen Frauen ihre Haut aufhellen würden; außerdem 59 Prozent der Frauen in Togo und 35 Prozent in Südafrika. „Diese Fehleinstellung ist ein großes Problem, weil diese Frauen glauben, dadurch schöner zu sein und besser bei Männern anzukommen. Mit hautaufhellenden Mitteln wollen sie ihre Selbstwertgefühl steigern“, sagt Olanrewaju Falodun, eine Dermatologin im Krankenhaus von Abuja, zu afrizap.