Es gibt keine hässlicheren Hunde als diese

Hunde gibt es, genau wie Menschen, in vielen verschiedenen Ausführungen. Manche hat es besser erwischt, andere sind dafür … anders schön. Der hässlichste unter ihnen wird heute mit Preisen überschüttet.

© Justin Sullivan/Getty Images

Dieser Augenschmaus heißt Elwood hat 2007 gewonnen. © Justin Sullivan/Getty Images

Süße Tiere wärmen das Herz und machen glücklich. Wir wollen sie füttern, streicheln, versorgen. Wir stellen unsere Stimme einige Töne höher, kreischen „Oooh“, „Moooi“ oder auch „Oh mein Gaaahtt!“. Im Gegensatz zu hässlichen Tieren. Die kriegen oft nur ein „Igitt“, ein „Wäh“ oder ein „Gib das weg“. Dabei heißt hässlich nicht immer gleich abscheulich.

Heute wird bei der Sonoma-Marin-Messe in Petaluma/Kalifornien wieder der hässlichste Hund der Welt gekürt. Wie jedes Jahr darf das Herrchen oder Frauchen des Siegerhundes eine gigantische Trophäe, 1.500 US-Dollar in bar und Medienruhm mit nach Hause nehmen. Erin Post, Geschäftsführerin der Messe: „Wir feiern stolz alle Hunde. Sie sind trotz ihrer Mängel liebenswürdig und können ein großartiger Familienzuwachs sein.“

[Außerdem auf ze.tt: Diese Hunde sehen aus, als wären sie nicht von dieser Welt]

© Kira Stackhouse/Sonoma-Marinfair
Quasi Modo, hässlichster Hund der Welt 2015. Die Jury wählte den Pitbull-Schäferhund-Mischling zum Sieger, da er „herausragende Hässlichkeit“ verkörpert. | © Kira Stackhouse/Sonoma-Marinfair

Der Wettbewerb findet mittlerweile zum 28. Mal statt und soll Hunde ehren, die nicht unbedingt den Rasse-Standards entsprechen, aber mindestens genauso liebenswert sind. „An der Abstammung sind wir nicht interessiert, es zählen die innere Schönheit und Persönlichkeit“, sagt Karen Spencer, Sprecherin der Messe. Insgesamt bewertet die fünfköpfige Jury die Hunde nach fünf unterschiedlichen Punkten: erster Eindruck, ungewöhnliche Merkmale, Persönlichkeit, „natürliche Hässlichkeit“ und die Reaktionen der Zuschauer*innen. Zusätzlich gibt es einen „Spirit Award“ für Hunde, die schlimme Schicksalsschläge überwinden mussten und/oder Gutes für die (Hunde-)Gesellschaft tun.

Peanut, hässlichster Hund der Welt 2014 | © Kira Stackhouse/Sonoma-Marinfair
Peanut, weltweit hässlichster Hund 2014. Ein Chihuahua-Mischling mit wenig Lippe und Augenlid, dafür aber mit Überbiss. | © Kira Stackhouse/Sonoma-Marinfair

[Außerdem auf ze.tt: Lachende Hunde sind so süß, dass es weh tut]

Die Gewinner der letzten Jahre sind schon ziemlich hässlich, aber hässlicher gehts immer noch. Ob fehlendes Fell, schielende Augen, geknickte Ohren oder Watschelgang: je unansehnlicher, desto mehr Chancen auf den Sieg. Die Veranstalter betonen den gemeinnützigen Charakter des Wettbewerbs. Es ginge nicht darum, sich über „eklige“ Hunde lustig zu machen, sondern „gemeinsam mit wundervollen Charakteren Spaß zu haben.“ Zudem soll auf das Thema Hundeadoption aufmerksam gemacht werden. Die Bezeichnung „World’s Ugliest Dog“ ist seit dem Jahr 2009 markenrechtlich geschützt.

 

Wally, hässlichster Hund der Welt 2013 | © Kira Stackhouse/Sonoma-Marinfair
Walle war 2013 der Hässlichste von allen. Die Jury meinte damals, er sähe so aus, als sei er aus Teilen verschiedener Hunde und noch anderer Tiere zusammengesetzt worden. „Er erinnert mich an Arnold Schwarzenegger“ sagt hingegen die Besitzerin. | © Kira Stackhouse/Sonoma-Marinfair

Hier sind zwölf der hässlichsten Bewerber in diesem Jahr. Stimmt ab, welcher euch am meisten in den Augen weh tut.