ESC-Vorentscheid: Jamie-Lee Kriewitz fährt nach Stockholm

Mangaoutfits sind cooler als Metal-Sänger und Singer-Songwriter. Beim Vorentscheid gestern Abend setzte sich Jamie-Lee Kriewitz mit weitem Vorsprung gegen die Männerkonkurrenz Alex Diehl und Avantasia durch.

© Mathis Wienand

Manga und Konfetti – Das ist Deutschland © Mathis Wienand

Die 17-jährige Jamie-Lee Kriewitz hat ihre Pläne, Abitur zu machen, um ein Jahr verschoben. Statt Taschenrechner und Vokabeltest heißt es jetzt also weiterhin Mangaoutfit und Scheinwerferlicht. Zuvor hatte Jamie-Lee bereits in der Show „The Voice Of Germany“ abgeräumt und ihr extravaganter Stil ist – wenn man so will – sowas wie ihr Markenzeichen.

In ihrem Song „Ghost“, den sie selber mitgeschrieben hat, geht es um eine Beziehung, die zwar vorbei, aber irgendwie noch nicht so richtig abgeschlossen ist. Und der Song ist gar nicht mal so schlecht.

Ich persönlich bin vom ESC ja meistens gelangweilt. Mehrere Stunden zähe Veranstaltung, langweilige Moderation, langweilige Kommentierung – es sei denn ihr schaut den ESC über BBC One, wo die Veranstaltung so bissig und böse kommentiert wird, das sogar ich sie mir anschauen kann.

Dieses Jahr ist für den ESC aber vielleicht sowieso ein besonderes Jahr: Selten war Europa so zerstritten. Ein bisschen Politik steckt in jeder Punktevergabe. Insofern wird es Ghost eher schwer haben, besonders viele Punkte für Deutschland zu holen.