Felix Jaehn, wie schlimm ist das Snapchat-Sexting bei dir?

Der gefeierte Jung-DJ Felix Jaehn hat mit „Book of Love“ nicht nur einen neuen Track am Start. Seit Kurzem lässt er seine Fans auch auf Snapchat an seinem Leben teilhaben – live und sehr persönlich. Aber wie nah kann man Jaehn dort tatsächlich kommen?

Screenshots: felixjaehn/Snapchat

Seit Kurzem ist der DJ Felix Jaehn auch auf Snapchat aktiv. Screenshots: felixjaehn/Snapchat

Seine Remixes von „Cheerleader“ und „Ain’t Nobody“ landeten beide auf Platz eins der deutschen Charts und machten Felix Jaehn zum Star. Inzwischen tourt der 21 Jahre alte Mecklenburger um den Globus, legt in Clubs und auf Festivals auf und trifft eine Menge bekannter Gesichter. Über all das berichtet er ausgiebig auf seinen Social-Media-Kanälen. Wenn wie gerade seine neue Single „Book of Love“ erscheint, wird das natürlich feuerwerkartig auf allen Kanälen promotet.

Zu Facebook, Twitter und Instagram hat Jaehn vor ein paar Wochen einen weiteren Kanal erschlossen: Als „felixjaehn“ treibt er jetzt auch auf Snapchat sein Unwesen. Auf den ersten Blick präsentiert er sich dort weniger werblich, der DJ sendet Fotos von sich im Bett oder unterwegs mit „Book of Love“-Gesangspartnerin Polina in den Äther.

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Seine Follower können ihm direkt Bild- und Videobotschaften schicken, ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon mitbekommt. Auf Snapchat ist der DJ plötzlich nah und greifbar. Aber wie direkt vernetzt ist man dort mit ihm tatsächlich?

Felix, du betreust deine Accounts auf Facebook, Twitter und Instagram komplett alleine. Nicht gerade einfach. Warum hast du dir auch noch Snapchat zugelegt?

Felix Jeahn: Ich bin tatsächlich schon seit 2012, 2013 auf Snapchat. Damals habe ich in London gelebt, wo der Dienst schon viel früher als in Deutschland eine wichtige Sache war. Richtig aktiv bin ich erst jetzt, weil einfach die ganzen Kids und Teenager inzwischen eher Snapchat als Facebook und Instagram nutzen. Und als Künstler sollte man die Kanäle bespielen, auf denen die Hörer sind.

Dass du jetzt Snaps verschickst, ist also eine rein wirtschaftliche Entscheidung?

Ach was, nein. Ich interessiere mich auch einfach für den Kanal. Er ist Instagram sehr ähnlich, hat aber den Vorteil, dass die Bilder und Filme nicht besonders hübsch aussehen müssen. Man haut einfach raus, das ist ein ganz cooles Konzept.

Hast du keinen Schiss, dass die Leute Screenshots in doofen Posen von dir machen?

Ich achte natürlich darauf, nicht jeden Kram hochzuladen. Aber wenn’s mal ’ne Grimasse oder eine doofe Pose gibt, finde ich das eher sympathisch. Man kann bei Snapchat viel persönlicher sein.

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Mal snapst du aus dem Flugzeug, mal vom Gig, mal präsentierst du dein neues Outfit. Was kommt von deinen Followern zurück?

Häufig wünschen sie mir viel Spaß bei Auftritten oder erzählen, dass sie gerade meine Musik hören. Man schreibt sich da wie mit Freunden und ist mehr auf Augenhöhe. Aber ehrlich gesagt, habe ich nicht die Zeit, um alle Nachrichten zu lesen.

Wie schlimm ist es mit dem Sexting auf Snapchat?

Das ist auf Snapchat schon extrem, weil die Nachrichten ja sehr vergänglich sind. Aber was soll ich mit den Nachrichten machen? Wenn ich jetzt Screenshots davon machen würde, bekäme die andere Person das ja mit, und das wäre auch irgendwie awkward. (lacht) Ich ignoriere sie also einfach.

Wie viele Leute gucken sich deine Snaps an?

Im Moment sind es zwischen 5000 und 10.000 Leuten, die sich meine Storys ansehen. Das ist vermutlich recht wenig, aber es werden täglich mehr.

Bei diesem Ansturm lohnt sich doch bestimmt ein privater Zweitaccount, oder?

Bestimmt, aber ich habe nur den einen. Da gehen zwar viele der Snaps meiner Freunde an mir vorbei. Aber die kontaktieren mich eh nicht über Snapchat, die rufen einfach an.