Flippern ist ein Sport. Wirklich!

Ein Verein kämpft darum, dass Flippern auch in Deutschland als Sportart anerkannt wird. Denn Millionen von Punkten mit ein paar Bällen zu erzielen, kann ganz schön anstrengend sein.

Die Kugel schießt über die Rampe, prallt gegen den Bumper, trifft das Ziel, rollt über das blickende Feld nach unten, rechter Flipper, linker Flipper und wieder nach oben. Die zweite Kugel kommt dazu, durch den Loop. Die dritte Kugel. Linker Flipper, rechter Flipper, Bumper. Die vierte Kugel. Das war zuviel. Eine nach der anderen zischen die Kugeln zwischen den Flippern ins Aus. Fürs Flippern oder Pinball spielen, brauchen Spieler*innen viel Geschick und muss schnell reagieren können.

Profis halten die Bälle auch mal 45 Minuten im Spiel. Und machen dabei Millionen von Punkten. In den USA gibt es schon längst Menschen, die vom Flippern leben können. Bei manchen Wettbewerben räumen sie mehrere tausend Dollar Gewinne ab. In Deutschland kämpft der Verein Deutsche Flipperfreunde darum, dass das Zocken am Flipperautomat nicht mehr als reines Glücksspiel gilt. Weil das so ist, muss man Vergnügungssteuer zahlen, wenn man einen Automat aufstellt und Geld verdient. Immer weniger Betreiber*innen können sich das leisten. Die Automaten sind aus den Kneipen und Discotheken verschwunden.

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Doch so langsam wächst die Zahl der Flipperfans. Wenn der Verein auf der Jugendmesse YOU in Berlin auftritt, bleiben die Automaten nie lange frei. Aber nicht nur auf der Messe könnt ihr euch im Flippern ausprobieren: In Zehlendorf am Rande von Berlin öffnet Jörg Meißner, zweiter Vorsitzender des Vereins, jeden Freitag seine Halle. Um die 40 Automaten stehen im Kleinmachnower Weg 1, manche sind über 40 Jahre alt. Aber es gibt auch neue, zum Beispiel einen „Game of Thrones“- und einen „Hobbit“-Automat. Wer dort spielen will, muss nichts bezahlen – und Tipps von den erfahreneren Spieler*innen gibt’s obendrauf.