Gadgets für einsame Menschen

Wer geht schon gern ohne Kuss und Kaffee ins Büro? Der „Kiss out“ ist ein Deckel für Kaffeebecher, der beides kombiniert. Für sehr eilige Menschen. Oder sehr einsame. Da gibt es noch ein paar andere Ideen. Und sie haben einen sehr ernsten Hintergrund.

Screenshot:twistools_en/Twitter

Ein Guten-Morgen-Kuss für den Kaffee Screenshot:twistools_en/Twitter

Nicht jeder möchte einen Partner fürs Leben. Es gibt ja auch reichlich Alternativen.

Küssen kann man ja auch mit Kissen üben, fand Emily Grace King; da ging sie noch zur Schule. Später entwarf sie ihr eigenes Knutsch-Kissen, erzählt sie bei instructables.com. Da gibt’s dann auch gleich die Anleitung zum selber Basteln.

Den ersten Kaffee am Morgen muss man wirklich lieb haben, finden die Designer von behance.net.

Das Ryan Gosling „Husband Pillow“ ist, liebe Fans, leider nur ein Internet-Gag. Käme aber komplett mit Morgenlatte.

Wem der Film-Schönling zu zart ist, es gibt auch noch ein Muskel-Kissen. Könnte allerdings auch etwas flauschig sein. Auch diese Idee kommt aus Japan, wo vielen Menschen nichts anderes mehr bleibt.

Dabei gibt es doch etwas viel Besseres, um Einsamkeit zu lindern.

Das Dokkiri Hand Case fürs iPhone soll die Berührung zarter Frauenfinger imitieren. Dieser Tester ist aber etwas zaghaft beim Griff.

Für einsame Japaner gibt es außerdem das Lap Pillow zum Einkuscheln.

Und einsame Japaner gibt es viele. „Kodokushi“ heißt das Phänomen: der einsame Tod. Slate berichtet von Menschen, die nach ihrem Tod nicht vermisst werden – und monatelang in ihren Wohnungen liegen.

In China werden noch immer Mädchen abgetrieben, weil unter der Ein-Kind-Politik vielen Eltern nur ein Sohn etwas gilt. Das Geschlechterverhältnis liegt trotzdem noch bei 1,06 Männern pro Frau – Tendenz stark steigend. In Japan leben pro 100 Frauen 95 Männer. Es gibt auch andere Werte: In den arabischen Emiraten kommen auf zwei Frauen fast fünf Männer, berichtet das PEW Research Center, ein Verhältnis von 2,47 zu 1.

Global Gender Ratios in 2015

 

Kissen sind da wohl kaum eine Lösung. In Deutschland (97 Männer pro 100 Frauen) haben wir eher ein gesellschaftliches Problem: Mancher will wirklich nicht, andere leiden unter einer gesellschaftlichen Entwicklung, manchen fehlt einfach der Mut für die Liebe. Das können wir doch besser.