Gedankenexperiment: John Lennon auf Twitter – wäre das gut gegangen?

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John Lennon und seine Yoko Ono bei Twitter - das wäre aber heiter geworden! © Hulton Archive/Getty Images

Stars und Twitter — das geht manchmal gut, und manchmal nicht. Schon mancher Promi ist mit 140 Zeichen gestolpert. Die Reddit-Community hat sich nun gefragt: Welchen historischen Persönlichkeiten wären wir gerne auf Twitter gefolgt? Poeten wie Hemmingway, oder doch eher Politikern wie Abraham Lincoln?

Spannende Diskussion! Einige Zitate von historischen Personen würden sich auch in 140 Zeichen richtig gut machen. Wir haben – zusammen mit Reddits Brainpower – mal ein paar Leute rausgepickt, für die Twitter sicher interessant gewesen wäre, und ihre Aussagen dem Twitter-Test unterzogen.

Madame Chanels Gedanken hätte auf Twitter sehr passabel laufen können. Aber vielleicht wäre Twitter nicht das richtige Netzwerk für sie gewesen: Bei so viel Stil-Bewusstsein hätte sie eher einen starken Instagram-Account geschmissen. Followers en masse!

Der irische Poet Oscar Wilde schrieb (und lebte) abenteuerlich, war aber auch leicht reizbar — beste Voraussetzung für einen spitzen Opinion-Leader in 140 Zeichen. We like it!

Der Beatle war Individualist durch und durch, hatte dazu eine ergebene Fanbase – John Lennon und Twitter, das hätte eine Liebesbeziehung werden können. Schlimmer als mit Rapper Kanye West kann es aktuell für die Musik-Community ohnehin nicht werden. John Lennon auf Twitter werden wir nur leider nicht erleben, da er 1980 erschossen wurde.

Der Twitter-Erfolg von Donald Trump zeigt: Man kann fernab von jeder Lebensrealität und mit ordentlich Arroganz auf Twitter richtig erfolgreich sein. Warum also nicht auch die französische Königin Marie Antoinette? Mit starkem Widerspruch wäre die französische Königin aber – wie Trump – wahrscheinlich nicht gut klar gekommen.

„Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“, hat die Revolutionärin Rosa Luxemburg gesagt. Die Dauer-Streitzone Twitter hätte ihr bestimmt gefallen.

Historische Persönlichkeiten auf Twitter — einige Charaktere hätten sich in 140 Zeichen bestimmt richtig gut ausgetobt. Andere wären hier schneller untergegangen als Erika Steinbach ihre Kritiker blocken kann. Vielleicht ist es also doch gar nicht so schlecht, dass wir die Gedanken großer Persönlichkeiten der Zeitgeschichte nur Oldschool verfolgen können: in alten Filmen und Büchern.


 

Wem wäret ihr gerne auf Twitter gefolgt? Schreibt es gerne in die Kommentare!