Gibt es bald ein Lexikon für Katzen-Laute?

Schnurren, murren, knurren: Nicht immer ist klar, was uns Katzen sagen wollen. Damit die Missverständnisse zwischen Mensch und Miez weniger werden, arbeitet ein Forscher-Team an einem Lautebuch.  

©  photocase.com/Gortincoiel

Wie bitte? © photocase.com/Gortincoiel

Hört deine Katze auch nicht auf dich? Könnte daran liegen, dass sie kein Hund ist oder du ihr herzlich egal bist, solange du Futter bringst. Oder daran, dass du sie falsch ansprichst.

Eine Forschergruppe der Universität Lund in Schweden erforscht derzeit, wie Katzen mit Menschen und untereinander kommunizieren. Das Team aus Linguisten, Tierverhaltensforschern und Zoologen betrachtet in ihrem Projekt „Meowsic“ wie Rhythmus, Tonfall und -höhe das Verhalten der Tiere verändert. Dabei untersuchen sie unter anderem, wie Katzen Laute einsetzen, um Freude oder Anspannung auszudrücken.

„Wenn du weißt, wie die Laute zu interpretieren sind, kannst du daran den mentalen Zustand des Tiers herauslesen“, sagt Robert Eklund, Linguist der Linköping University in einem Artikel des New York Magazine.

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Ihr Ziel ist es, einen universellen Laute-Katalog zu erstellen. Eine erste Version mit Beispielvideos ist bereits auf der Website zu finden. Die Forscher glauben, wenn der Mensch die Bedürfnisse der Katze besser versteht, kann er auch besser darauf eingehen.

Zudem untersucht das Team, ob es regionale Miez-Dialekte gibt. Andere Studien haben ergeben, dass Wale, Kühe und Affen unterschiedliche Dialekte von sich geben. Warum also nicht auch Katzen?