Harvard-Studierende bringen der Welt bei, wie man gegen Trump vorgehen kann

Studierende der Harvard-Universität wollen uns helfen, für unsere Werte zu kämpfen. Sie starten einen vierwöchigen Widerstandskurs gegen die Trump-Regierung, an dem alle Menschen teilnehmen können.

Junge Protestierende am Womens March on Washington am 21. Januar. © Gettyimages

Studierende der renommierten Harvard-Universität starten am morgigen Mittwoch, dem 5. April, einen vierwöchigen Widerstandskurs. Sie wollen praktische Tipps dafür geben, „wie man Amerika wieder zurückholen kann“ und wie man generell politisch wirksam für seine Werte eintritt.

Wer zufällig gerade in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ist, kann live teilnehmen – falls spontan noch Plätze frei werden. Ansonsten ist es weltweit für jeden möglich, online bei den Kursen mitzumachen.

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Auslöser für die Studierenden, den Kurs zu starten, war die Wahl von Trump zum Präsidenten. Die Studierenden sind der Meinung, dass am 8. November mehr als nur eine Wahl verloren ging. Wie sie auf der Projektwebsite ihrer Resistance School schreiben, wollen sie, dass die Menschen besser reflektieren, welche Werte sie vertreten.

Zusammen gegen eine Sache

Den Kurs entwickelten die Studierenden zusammen mit Wahlkampfhelfer*innen der Obama-, Bernie- und Hillary-Kampagnen, mit Community-Manager*innen und Menschenrechtler*innen. Er ist in vier Abschnitte gegliedert:

  1. Wie wir politisch wirksam für unsere Werte eintreten (5. April)
  2. Wie wir Gruppen mobilisieren und organisieren (12. April)
  3. Wie wir Kapazitäten für Aktionen aufbauen und strukturieren (20. April)
  4. Wie wir den Widerstand auf lange Sicht aufrechterhalten (27. April)

Für die Vorträge engagierten die Studierenden verschiedene Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Aktivismus als Dozent*innen.

Wie Shanoor Seervai, eine der Organisator*innen des Projekts, CNN erzählte, haben sich allein für den ersten Kurs schon über 3.000 Gruppen angemeldet, die aus rund 10.000 Menschen bestehen. Die Studierenden wünschen sich, dass sich mehr Gruppen aus Freund*innen, Nachbar*innen und Bekannten bilden, die gemeinsam in Workshops Strategien für den Widerstand erarbeiten. „Manche bilden Gruppen aus 700 Menschen, manche kleinere Gruppen, die sich in einer Küche zusammensetzen wollen“, sagt Seervai.

Natürlich könnt ihr auch als Einzelperson an den Kursen teilnehmen, hier geht’s zur Anmeldung.

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