Holt die Taschentücher raus: Obamas beste Reden

Barack Obama hat Menschen in aller Welt mit seinen Reden zu Tränen gerührt und aufgerüttelt. Diese zehn werden in die Geschichtsbücher eingehen.

"Let me be as clear as I can be: in politics and in life, ignorance is not a virtue." © Darren Hauck/Getty Images

1. Rede auf dem Parteitag der Demokraten (2004)

Mit seiner Rede auf dem Parteitag der Demokraten am 27. Juli 2004 in Boston stellte sich der damalige Senator Barack Obama erstmals der gesamten Nation vor und erlangte schlagartig große Bekanntheit. Von vielen wird sie als Grundstein für Obamas spätere Präsidentschaftskandidatur gesehen. Einer der berühmtesten Sätze aus der Rede lautet: „There’s not a liberal America and a conservative America; there’s the United States of America.“

2. „A More Perfect Union“ (2008)

Diese Rede vom 18. März 2008 über das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen in den USA verhinderte, dass Obamas Kandidatur frühzeitig scheiterte. Er war zuvor unter Druck geraten, nachdem in einem Video zu sehen war, wie sein früherer Pastor Jeremiah Wright sich abfällig über die USA und ihr Rassismusproblem äußerte.

3. „Yes, we can“ (2008)

Das erste Mal, dass Obama sein berühmtes Wahlkampfmotto „Yes We Can“ benutzte, war nach einer Niederlage. Er verlor am 8. Januar 2008 die Vorwahl in New Hampshire gegen Hillary Clinton. Diese Rede gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg ins Weiße Haus.

4. Berlin-Rede (2008)

Menschen in Deutschland wird Obamas Rede vom 24. Juli 2008 an der Berliner Siegessäule in Erinnerung bleiben. Noch bevor er ins Amt gewählt wurde, sprach er vor rund 200.000 begeisterten Zuschauer*innen in der Hauptstadt.

5. Rede nach seinem ersten Wahlsieg (2008)

Barack Obama gewann am 4. November 2008 die Präsidentschaftswahl gegen den republikanischen Kandidaten John McCain. Als sein Sieg am Wahlabend feststand, hielt er diese Rede in seiner Heimatstadt Chicago.

6. Friedensnobelpreis (2009)

Nach nur einem Jahr als US-Präsident erhielt Barack Obama den Friedensnobelpreis. Für viele Kritiker*innen kam diese Auszeichnung zu früh oder erschien ihnen angesichts der US-Drohneneinsätze gänzlich unangemessen. In seiner Rede am 10. Dezember 2009 in Oslo sagte er, dass nicht alle gewaltsamen Konflikte zu seinen Lebzeiten enden werden.

7. Trauerrede nach dem Attentat in Tucson (2011)

Während Obamas Präsidentschaft fanden in den USA mehrere Amokläufe statt. Beim Attentat in Tucson im Bundesstaat Arizona starben sechs Menschen. Die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords wurde schwer verletzt. Obama versuchte in seiner Rede am 12. Januar 2011 das Land zu einen.

8. Rede in Selma (2015)

Für viele ist dies Obamas beste Rede als Präsident. In Selma, Alabama, erinnerte er an die Selma-nach-Montgomery-Märsche, die 1965 während der Bürgerrechtsbewegung stattfanden und teilweise von der Polizei brutal niedergeschlagen wurden.

9. „Amazing Grace“ (2015)

Nach dem Amoklauf in einer Kirche in Charleston, South Carolina, hielt Obama diese bewegende Trauerrede, in der er schließlich das Gospellied „Amazing Grace“ sang.

10. Rutgers University (2016)

Gegen Ende seiner Präsidentschaft, als der Wahlkampf zwischen Clinton und Trump bereits die Schlagzeilen bestimmte, sprach Obama am 15. Mai 2016 an der Rutgers University in New Jersey. Er mahnte sein Publikum: „Let me be as clear as I can be: in politics and in life, ignorance is not a virtue. It’s not cool to not know what you’re talking about. That’s not keeping it real or telling it like it is. That’s not challenging political correctness. That’s just not knowing what you’re talking about. And yet we’ve become confused about this.“