Ich packe meine Fahrradtasche: Was braucht man für eine Weltumradlung?

Patrick und Manuel wollen innerhalb von zwei Jahren einmal um die Welt radeln. Die beiden jungen Männer kommen vom Bodensee, Patrick aus Salem und Manuel wohnt in Friedrichshafen. Sie haben ihre Jobs an den Nagel gehängt, die Wohnungen gekündigt und sind seit 1. August unterwegs, um die Welt zu entdecken.

Was braucht man alles für eine Fahrradweltreise?

Nach intensiver Vorbereitung haben der 24-jährige Patrick und der 22-jährige Manuel ihre Räder mit all den Dingen beladen, die man für eine Weltumradlung so braucht. Zunächst einmal braucht’s das Fahrrad selbst natürlich.

Die insgesamt sieben Taschen machen das Treten nicht einfacher, trotzdem legen die beiden teilweise mehr als 100 Kilometer pro Tag zurück. Deshalb ist ein guter Sattel unbedingt notwendig: Ein leichter Sitz mit einer guten Federung und einem weichen, kühlenden Lederbezug sorgt für mehr Komfort am Po.

Und auch ein wenig Creme für den Allerwertesten, schließlich will man am nächsten Tag auch wieder auf dem Sattel sitzen können.

Zwar haben die beiden, die innerhalb von zwei Wochen schon bis nach Kroatien geradelt sind, zurzeit trübes Regenwetter, allerdings muss man besonders an heißen Tagen immer ausreichend Trinkwasser dabei haben.

Und damit es in den Pausen nicht langweilig wird, haben sie auch Spielzeug im Gepäck.

Die zwei haben für uns noch einmal selbst zusammengefasst, warum diese Dinge so wichtig sind und was man sonst noch so braucht:

Ohne Flugticket einmal um den Globus

„Wir wollen neue Menschen und Kulturen kennenlernen und das geht auf dem Fahrrad einfach am besten, wenn man nicht durch eine dicke Scheibe, wie im Flugzeug oder Auto, von seiner Umgebung getrennt ist“, sagt Patrick. Die Route der beiden sieht vor, dass sie den Winter in der Türkei verbringen und ein bisschen jobben, ab dem Frühjahr machen sie sich dann, durch den Iran, auf den Weg Richtung Asien.

Quelle: Manu Worldbiker

Radelnd die Welt verbessern

Als ob das nicht schon anspruchsvoll genug wäre, wollen sie dabei auch noch Gutes tun. Der gelernte Fotograf Patrick und Manuel, der eigentlich Schreiner ist, wollen die Welt ein kleines bisschen besser machen. Patrick hatte dazu schon Gelegenheit: Während einer Keniareise 2011 finanzierte er durch Fundraising den Ausbau einer kleinen Dorfschule, in der mittlerweile 400 Kinder unterrichtet werden können. Dieses Konzept wollen sie nun mit ihren Rädern in die ganze Welt tragen: Gucken woran es vor Ort fehlt, sich mit den Einheimischen austauschen und Spenden organisieren. Social Cycling nennen die beiden das.

Man kann die Welt natürlich nicht nur mit dem Fahrrad umrunden, wie andere auf Weltreise gehen, haben wir hier für euch aufgelistet:

    • Die DayTrippers sind ein Pärchen aus Brasilien, die seit 2013 die Welt mit ihrem umgebauten Jeep umfahren. Der Trip startete als Hochzeitsreise, nun sind sie seit mehr als zwei Jahren unterwegs.
    • Man kann die Erde auch vom Wasser aus erkunden, das machen zwei junge US-Amerikaner mit ihrer Tochter auf einem Segelboot. Die Windtraveler Scott und Brittany legen allerdings gerade eine kleine Zwangspause ein, da sie vor kurzer Zeit Eltern von Zwillingen geworden sind. Noch in diesem Jahr möchten sie zurück aufs Wasser.
    • Seine Reise ist zwar im Mai zu Ende gegangen, trotzdem lohnt es sich die beeindruckende Strecke anzuschauen, die Andrew Siess zurückgelegt hat. Der 25-jährige ist in 1020 Tagen durch 24 Länder gelaufen. Er hat damit als jüngster Mensch die Welt zu Fuß umrundet.