Atme den Alkohol

Sich in den Vollrausch atmen, statt stundenlang einen Cocktail nach dem anderen hinterzukippen? Das geht jetzt in einer Londoner Untergrund-Bar.

Alcoholic Architecture/instagram

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„Alcoholic Architecture“ könnte auch ein mittelalterliches Gruselkabinett sein. Die Londoner Kellerbar in der Cathedral Street, so beschreibt es Thomas Spickhofen auf tagesschau.de, ist ein schwachbeleuchtetes Backsteingewölbe. Im gelb-grün-blau-rotem Schummerlicht bekämen Besucher zunächst einmal einen dünnen Folien-Poncho übergestülpt, bevor sie den Plastikvorhang zur „Cloud“ – dem Raum mit der Alkoholwolke – zur Seite schieben und mit dem Einatmen beginnen könnten.

Our favourite pub: #TheBlackfriar: #monk interior #heaven

Ein von Alcoholic Architecture (@alcoholicarchitecture) gepostetes Foto am

 

Die beiden britischen Künstler Sam Bompas und Harry Parr installierten zwei Röhren in ihrer Einatme-Bar, über die ein Alkoholgemisch bei 140 prozentiger Luftfeuchtigkeit in den Raum ströme. Die Gäste, die in dem Bericht zitiert werden, empfänden die Luft teils als „schwül“ oder schmeckten „Puderzucker“, andere sprechen davon „nicht richtig atmen zu können“.

Den Namen „Alkoholic Architecture“ hätten die Bompas und Parr gewählt, um die Architektur der Kirche zu würdigen und jetzt zusammen mit ihren Gästen „zu beten“.

 

To the bar

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Einmal beten ist dabei allerdings nicht ganz so erschwinglich wie in anderen Kirchen, sondern koste den Gast umgerechnet etwa 18 Euro. „Echte Getränke“, also flüssiger Alkohol in Gläsern müsse allerdings zusätzlich bezahlt werden. Ob das wirklich notwendig ist, ist allerdings fraglich, denn bereits 40 Minuten im „Einatme-Raum“ kämen dem Genuss eines Standard-Cocktails gleich.

 

We’re on! Launch night of the bar tonight!

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