In Island kommen Briefe sogar mit aufgemalter Wegbeschreibung an

Wer Post nach Island schicken will, aber mit den langen Namen und Adressen nicht klarkommt: kein Problem! Auf der Insel mit 323.000-Einwohner*innen kennen die Postbot*innen ihre Gegend so gut, das auch eine handgemalte Zeichnung ausreicht.

Screenshot: Facebook

"Am See links, dann nach 500 Metern rechts und dort bitte einwerfen." Screenshot: Facebook

Ende März erreichte die isländische Farmerin Rebecca Cathrine Kaad Ostenfeld ein kleiner Gruß. Er stammte von einer Touristin, die zuvor eine gute Zeit bei ihr verbracht hatte und sich dafür bedanken wollte.

Das Besondere an der Nachricht: Weil die Touristin die genaue Anschrift nicht kannte, zeichnete sie eine Wegbeschreibung für die Post auf den Umschlag. Sie hatte die Farmerin im örtlichen Supermarkt kennengelernt, wo diese arbeitet. Ostenfeld hatte die Touristin spontan eingeladen, ohne eine Adresse anzugeben.

Damit der Brief auch wirklich bei Ostenfeld ankommen sollte, malte die Touristin alle Details auf den Umschlag, die sie kannte:

  • Land: Island
  • Stadt: Búðardal
  • Name: Eine Pferdefarm mit einem isländischen / dänischem Paar, drei Kindern und vielen Schaafen
  • Empfängerin: Die dänische Frau, die im Supermarkt von Búðardal arbeitet.

Tatsächlich kam der Brief auf der „Hólar farm“ an. Wie die isländische Nachrichtenseite Skessuhornið berichtet, hätten bereits mehrere Touristen versucht, einen Brief an die Farmerin zu schicken, ohne die Adresse zu kennen.