In Nevada sind erste Transportröhren des irren Hyperloop-Projekts aufgetaucht

Rohrpost für den Menschen – und das soll funktionieren? Für Elon Musks Hyperloop sind jetzt die ersten Röhren aufgetaucht.

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So sehen die Röhren heute aus. © YouTube

In Röhren sollen Passagiere in speziellen Kapseln mit einer Geschwindigkeit von mehreren hundert Stundenkilometern von A nach B geschossen werden. Und diese verrückte Idee wird nun immer mehr zur Realität. Und das, obwohl Elon Musk nicht einmal selbst an dem Hyperloop arbeitet. Allerdings haben zahlreiche Firmen seine Idee aufgegriffen und versuchen nun, einen funktionierenden Prototypen zu entwickeln. Und dabei sind einige ganz schön weit gekommen: Womöglich könnte sogar schon in diesem Jahr die erste Testfahrt stattfinden.

In der Wüste des US-Bundesstaats Nevada liegen bereits die ersten Röhren für einen Hyperloop der Firma Hyperloop Technologies bereit. Wie die Kollegen von „CNN Money“ berichten, sollen diese in Kürze zu einer ersten Teststrecke für die Hochgeschwindigkeitsbahn zusammengebaut werden.

So sehen sie aktuell noch aus:

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In diesen unscheinbaren Röhren sollen Passagiere mit einer Geschwindigkeit von knapp 500 Stundenkilometern reisen und so auch längere Strecken in sehr kurzer Zeit zurücklegen.

Soweit ist es aktuell zwar noch nicht, aber die Lieferung der Röhren zeigt, dass es „Hyperloop Technologies“ wirklich ernst mit ihrem Hyperloop ist. Immerhin wollen sie eine maßstabsgetreue Teststrecke bauen.

Rob Lloyd, Chef von Hyperloop Technologies, sagte kürzlich in einem Interview: „Tatsächlich ist unsere gesamte Firma bessesen davon, unseren eigenen Kitty-Hawk-Moment zu erreichen.“ Lloyd bezieht sich damit auf die Ortschaft Kitty Hawk im US-Bundesstaat North Carolina. Dort hatten die Flugpioniere Wilbur und Orville Wright die ersten Flüge mit ihrem Gleitflugzeug absolvierten.

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Hyperloop Technologies arbeitet jedoch nicht nur an einer, sondern gleich an zwei separaten Teststrecken.

Die erste Teststrecke in der Stadt North Las Vegas, (US-Staat) Nevada, wird sich nicht in Röhren, sondern an der freien Luft befinden. Sie soll außerdem etwas kleinere Dimensionen haben als der tatsächliche Hyperloop und bereits im ersten Quartal 2016 in Betrieb genommen werden.

Die Röhren, die aktuell nach Nevada geliefert wurden, sind allerdings logischerweise nicht für diese open-air Teststrecke gedacht. Sie sollen für die zweite Teststrecke verwendet werden, die rund 3 Kilometer lang werden soll. Auf ihr soll der Hyperloop-Prototyp in Originalgröße gestestet werden.

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Bislang hat die Firma für diese zweite Teststrecke noch kein geeignetes Gelände gefunden. Bis es soweit ist, lagert man die Röhren daher in der Nähe der ersten Teststrecke.

Firmenchef Rob Lloyd sagte gegenüber den Kollegen von „CNN Money“ seine Firma wolle den Hyperloop spätestens 2021 fertigstellen, eventuell aber auch schon 2020, falls „wir weiterhin so große Fortschritte machen wie aktuell.“

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Auch das Startup Hyperloop Transportation Technologies aus Kalifornien plant aktuell eine Teststrecke für seinen Hochgeschwindigkeitszug. Die Bauarbeiten für die rund acht Kilometer lange Strecke im kalifornischen Quay Valley sollen in den kommenden Monaten beginnen.

Wer einen genauern Blick auf die Röhren von Hyperloop Technologies werfen möchte, der kann das in dem folgenden Video tun:

 

Von Danielle Muoio Bort und Carolin Ludwig auf Business Insider Deutschland.


 

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