Der Klebezettelkrieg von New York ist entschieden

Zwei Bürogebäude, eine Straße dazwischen und ganz viele Post-Its. 

© Gustavo Caballero/Getty Images

Ein Motiv aus Klebezetteln an den Fenstern einer New Yorker Werbeagentur. © Gustavo Caballero/Getty Images

Dort, wo Chinatown aufhört und Soho anfängt, liegt die Canal Street. Ein Ort, der gerade Kunstgeschichte mit kleinen, bunten Klebezetteln schreibt. Den Wettkampf tragen zwei gegenüberliegende Werbeagenturen aus.

Anfang Mai postete ein Bürohaus ein einfaches „Hi“ an ihr Fenster. Kurz darauf antwortete das gegenüberliegende Haus mit „Sup“, die englische Abkürzung für „What’s up?“

Der Dialog zwischen den Mitarbeiter*innen nahm seinen Lauf. Ob Simpsons-Figuren, das Snapchat-Logo oder Spiderman: Die Konkurrent*innen wurden immer wetteifriger, klebten größer und kreativer. In sozialen Netzwerken erregten die Kunstwerke aus Klebezetteln mit den Hashtags #canalnotes und #postitwars Aufmerksamkeit.

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Für die Schreibwarenfirma Staples und die Herstellerfirma 3M ist der Zettel-Krieg ein geschenkter Werbecoup – besonders in Zeiten der Digitalisierung. Wer postet schon noch Post-Its? Zum Dank versorgen die Unternehmen die Bataillons immerzu mit neuem Material.

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In der Nacht von Montag auf Dienstag entschied die Werbeagentur Havas World den Kampf für sich. Vier Stunden lang klebten die Mitarbeiter*innen an einem riesigen Mic Drop. Das steht im Rap-Battle symbolisch für einen Diss, dem nichts mehr hinzu zu fügen ist. Und damit einem Sieg gleich kommt.

Hier seht ihr die Klebearbeit im Zeitraffer:

Am nächsten Morgen…

Pow!!! Das Mic ist gedropped!

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Ok #Havas this is super impressive! U win. #PostitWar #canalnotes #GettyImages #micdrop

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Der New Yorker Klebezettelkrieg war jedoch noch nicht der erste. 2011 lieferten sich Angestellte in einem Pariser Bürogebäude schon einmal einen Post-It Kampf.